Wie Brüder im Wind

Drama, A 2015
Lukas bringt Abel das Fliegen bei

Lukas bringt Abel das Fliegen bei

Im österreichischen Drama "Wie Brüder im Wind" rettet ein Bub mithilfe eines Försters einen kleinen Adler und zieht ihn in den Bergen auf. Der Film der Regisseure Gerardo Olivares und Otmar Penker knüpft an Klassiker wie "Lassie" und "Benji" an, in denen Tiere zum besten Freund wurden. Mit Jean Reno, Manuel Camacho und Tobias Moretti.

Die Schale knackt und kracht. Ganz langsam schält sich etwas Flauschiges aus dem Ei, von dem man noch nicht erahnen kann, dass es einmal zum König der Lüfte aufsteigen soll. Adler hat man als Zuschauer auf der Kinoleinwand bisher selten gesehen.

"Es waren einmal wie Brüder im Wind ein Adler und ein Junge", erzählt eine Stimme am Anfang. Beide teilten ein Schicksal: Es gab für sie zu Hause nicht genug Wärme. Lukas (Camacho) lebt mit seinem schroffen Vater (gespielt von Tobias Moretti) in den österreichischen Alpen. Seine Mutter ist ums Leben gekommen, und zu seinem Vater hat der schweigsame Lukas kaum eine Verbindung.

Eines Tages findet er ein Vogeljunges, das aus dem Nest gestoßen wurde. Lukas nimmt den Adler in seine Obhut, füttert ihn und tauft ihn Abel. Eine rührende Szene: Wie Lukas später auf dem Hausdach steht und ihm das Fliegen beibringen will.

In der Geschichte kommt der Punkt, an dem Abel seine Freiheit sucht. Wird der majestätische Vogel jemals zurückkehren? Versöhnt Lukas sich mit seinem Vater, der ihm schon deswegen verhasst ist, weil er Jagd auf Adler macht, um seine Tiere zu schützen? Oder bleibt Lukas bei Förster Danzer (gespielt von Jean Reno), der ihm beim Großziehen von Abel geholfen hat?

"Wie Brüder im Wind" erzählt natürlich eine relativ einfache Geschichte. Aber er macht es auf besondere Weise, nämlich mit atemberaubenden Naturaufnahmen aus den Alpen. Mit Bildern von Murmeltieren, Füchsen, Gämsen. Und mit einer - für Kinderfilme ungewöhnlichen - Ehrlichkeit. Denn Adler sind Raubvögel, und sie töten zum Überleben. Das zeigt der Film ungeschönt.

Wenn Wolken im Zeitraffer über die Gipfel ziehen, Lawinen die Hänge hinabstürzen oder man mit der Kamera im Nest einer Adlerfamilie sitzt, sind das hervorragende Bilder. Sie machen die für Kinder gedachte, daher recht kitschige Geschichte zum Naturfilm für Erwachsene.

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