Wie beim ersten Mal

Komödie/Drama, USA 2012
Kay und Arnold hatten lange keinen Sex mehr

Kay und Arnold hatten lange keinen Sex mehr

Filme über den zweiten Frühling sind inzwischen auch in Hollywood keine Seltenheit mehr: In der Liebeskomödie "Wie beim ersten Mal" von David Frankel sind es jedoch keine Wildfremden, die sich ineinander verlieben, sondern ein Ehepaar, das schon seit 30 Jahren verheiratet ist. In den Hauptrollen sind Oscarpreisträgerin Meryl Streep und Tommy Lee Jones zu sehen.

Kay (Streep) und Arnold (Jones) sind seit mehr als 30 Jahren verheiratet. Wie das eben so ist, hat sich eine feste Routine eingeschlichen - Leidenschaft ist nicht mehr vorhanden. Zum Hochzeitstag schenken sie sich "gemeinsam" ein Pay-TV-Abo. Denn schließlich sind 31 Jahre ja nichts wirklich besonderes. Und seitdem Arnold ein Rückenleiden hat, schlafen die Zwei sogar in getrennten Zimmern. Arnold scheint das zu gefallen. Jeden Morgen macht Kay ihm das Frühstück, in seinem Steuerberater-Büro regt er sich über seine Kunden auf und abends weckt ihn seine Frau, wenn er wieder bei seiner Golfsendung eingeschlafen ist. Für ihn gibt es keinen Grund, etwas an diesem bequemen Nebeneinander ändern zu wollen.

Doch da hat er seine Rechnung ohne Kay gemacht. Denn die kann das so nicht hinnehmen. Frei nach dem Motto "Das kann es doch noch nicht gewesen sein" will sie, dass es wieder wird, wie es früher einmal gewesen sein soll. "Ich will wieder eine richtige Ehe". Hinter seinem Rücken meldet sie sich und ihren Mann für die teure Paartherapie von Dr. Bernard Feld (Steve Carell) an. Und so findet sich der grummelnde Arnold auf dem Sofa des Therapeuten wieder. Er wird gezwungen, über seine Gefühle zu reden und - noch schlimmer - über Sex. Den letzten gab es für die beiden vor mehreren Jahren.

Es ist nun schon fast 20 Jahre her, dass Meryl Streep ein kleines Tabu brach und in "Die Brücken am Fluss" mit Clint Eastwood ein Liebespaar spielte, das alles war - nur eben keine 20 mehr. Seitdem hat es viele dieser Filme über den zweiten Frühling gegeben, Streep selbst spielte in "Wenn Liebe so einfach wäre" eine Frau, die eine Affäre mit ihrem Ex-Mann (Alec Baldwin) beginnt und sich - fast gleichzeitig - neu in einen anderen Mann verliebt. Der neue Film von Regisseur David Frankel, der mit Streep bereits in "Der Teufel trägt Prada" zusammen gearbeitet hat, fügt dieser Reihe nun eine tiefgehende und doch gleichzeitig unterhaltsame Variante hinzu.

Kinotipps
Gott existiert, ihr Name ist Petrunya

Gott existiert, ihr Name ist Petrunya [KINOTIPP]

Satirischer Blick auf Religion und verkrustete Rollenbilder

Kinotipps
Das Wunder von Marseille

Das Wunder von Marseille [KINOTIPP]

Geschichte des Schachweltmeisters Fahim Mohammad, der als Flüchtling aus Bangladesch nach Frankreich emigrierte

Kinotipps
Booksmart

Booksmart [KINOTIPP]

Zwei Bücherwürmer wollen am Ende ihrer Highschool-Zeit auch endlich einmal Spaß haben

Kinotipps
Lieber Antoine als gar keinen Ärger

Lieber Antoine als gar keinen Ärger [KINOTIPP]

Turbulent, schräg und lustig – diese französische Komödie steckt voller Direktheit, frischem Humor und macht vor allem Laune

Kinotipps
Last Christmas

Last Christmas [KINOTIPP]

Inspiriert von der Musik des verstorbenen Superstars George Michael entstand diese weihnachtliche RomCom

Kinotipps
Le Mans 66 - Gegen jede Chance

Le Mans 66 – Gegen jede Chance [KINOTIPP]

Der amerikanische Traum hatte sieben Liter Hubraum, acht Zylinder und nur einen Zweck: Ferrari beim größten Rennen der Welt zu ...