What Happened To Monday?

Action/Abenteuer, GB/F/B/USA 2017

Die Schwestern sorgen sich um die verschwundene Monday

Ausnahme-Schauspielerin Noomi Rapace schlägt sich gleich in sieben Rollen durch eine grimmige Zukunftswelt, die an Überbevölkerung leidet.

Das Popcornkino-Spektakel, das irgendwo im langen Fahrwasser von "Blade Runner" zu verorten ist, entwirft eine Welt im Jahr 2073. Wegen der völligen Überbevölkerung des Planeten hat sich eine Regierungsbehörde zur Aufgabe gemacht, eine rigorose Ein-Kind-Politik durchzudrücken. Werden Geschwister geboren, sammeln grimmige Beamte den Nachwuchs ein. Das vermeintlich humane Versprechen: Die Kinder werden eingefroren und erst dann wieder aufgetaut, wenn man das Bevölkerungs-und Ressourcen-Problem in den Griff bekommen hat.

Dazu passt die markante Schwedin Noomi Rapace ("Millennium"-Trilogie, "Prometheus - Dunkle Zeichen") in der Hauptrolle. Wobei das ihren Job nur halb beschreibt. Rapace übernimmt gleich sieben Rollen, nämlich die aller sieben Schwestern der Settman-Familie. Denn: So simpel die Grundidee von "What Happened To Monday?" zunächst sein mag, so kompliziert wird sie weitergesponnen. Da Dürren die Menschheit plagen, werden Pflanzen genmanipuliert, erklärt der Film. Das führe zu mehr Mehrlingsgeburten - so wie die der Siebenlinge Settman.

Siebenlinge sind unter der herrschenden Ein-Kind-Doktrin natürlich eine Art Verbrechen. Aber der Großvater, gespielt von Willem Dafoe, bringt die Schwestern rechtzeitig vor den staatlichen Häschern in Sicherheit. Um nicht aufzufliegen, müssen sie sich fortan alle ein einziges Leben teilen. Benannt werden sie nach den englischen Wochentagen Monday, Tuesday, Wednesday, Thursday, Friday, Saturday und Sunday. An jedem Tag der Woche darf nur eine das Haus verlassen und in die gemeinsame Identität Karen Settman schlüpfen. Das Modell scheitert erst, als eine von ihnen eines Tages nicht zurückkehrt.

Der Film hebt sich angenehm ab vom üblichen Action-Kino - nicht nur, weil der Plot eine interessante Wendung nimmt. Als Gegenspielerin der Settmans hat man eine Idealbesetzung gefunden: Glenn Close.

Wie es ist, den Film anzusehen, lesen Sie im Premierenbericht mit vielen Bildern.

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