Wenn das Samenkorn nicht stirbt

Drama, SRB/A/RO 2010
Undurchsichtige Machenschaften

Undurchsichtige Machenschaften

Ein Gute-Laune-Sommer-Film ist "Wenn das Samenkorn nicht stirbt" nicht gerade: Düster, voll Elend und trügerischer, kleiner Funken Hoffnung gestaltet sich die serbisch-österreichische Koproduktion von Drehbuchautor und Regisseur Sinisa Dragin, die ab Freitag (19. August) im Kino zu sehen ist.

Im Mittelpunkt steht die Suche zweier im postkommunistischen Rumänien lebender Männer, die mit Hilfe des Fährmanns Hans (Franz Buchrieser) über die Donau nach Serbien reisen, um ihre erwachsenen Kinder zu finden. Igorvan will mit Patensohn Prle (Milo Tanascovic) die Leiche seines bei einem Autounfall verunglückten Sohnes Milan zurückholen, und Nicu seine Tochter, die von Menschenhändlern in Sarajevo zur Prostitution gezwungen wird. Begleitet wird Nicu von der freizügigen, sexsüchtigen Nora (Simona Stoicescu), die zum wiederholten Male ihrem Vater und dem strikten Rumänien entflohen ist, um ihr Glück im Kosovo zu finden. Während Igorvan bei seinem aberwitzigen Plan, den Sarg seines Sohnes nach Rumänien zu überführen, auf skurrile Charaktere trifft, führt Nicus Reise in den hoffnungslosen Untergrund Sarajevos.

Während die anfängliche Reise über die Donau überhaupt innerhalb maximal einer Minute abgehandelt wird, bleibt es später bei nur kurzen Ausflügen in die Welt der Korruption, der Prostitution und der Politik nach Tito und Ceausescu. Nur äußerst selten scheint schwarzer Humor in dem als Tragikomödie titulierten Werk durch. "Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht", heißt es am Ende des nach dem Bibelzitat benannten Films.

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