Welcome to Norway - Flüchtlinge im frostigen Norden

Komödie/Drama, N 2016

Primus erkennt das Potenzial in einer Flüchtlingsunterkunft

Die Flüchtlingskrise kommt dem gescheiterten Hotelier Primus in ‚Welcome to Norway‘ gerade recht. Der Norweger mag zwar keine Ausländer - alles Fremde ist ihm zuwider. Aber da sein heruntergekommenes Hotel ohnehin leer steht, kann er ebenso gut Asylbewerber darin wohnen lassen und dafür vom Staat Subventionen kassieren.

Touristen haben sich schon lange nicht mehr in das Hotel verirrt, das der ewige Zweckoptimist Primus (Christiansen) im unwirtlichen Norden Norwegens betreibt. Doch nun scheint ihm die weltpolitische Lage einen neuen Trumpf in die Hände gespielt zu haben: Er könnte doch groß abkassieren, indem er die Bruchbude zur Flüchtlingsherberge erklärt! Und schon taucht ein Bus mit 50 aus den unterschiedlichsten Ländern stammenden Asylsuchenden in der verschneiten Einöde auf. Blöd nur, dass die Subventionen aus der Staatskassa nicht sprudeln, solange in der Unterkunft neben Türen auch Strom und Heizung fehlen. Für weiteres Ungemach sorgen Primus' depressive, ständig keppelnde Ehefrau und eine notgeile Sozialarbeiterin. Außerdem wollen sich die Schutzsuchenden nicht mit trockenem Brot (das Primus per Kreissäge schneidet!) und tiefgefrorenen Forellen aus dem Jahr 1987 zufriedengeben und
fordern Fernseher und Playstations.

Lakonisch und schwarzhumorig

Die sozialkritische Tragikomödie behandelt ihr heikles Thema auf sehr skandinavische Art mit lakonischem Witz, der manchmal derb und manchmal augenzwinkernd daherkommt. Anrührend, wenn auch nicht unerwartet, ist der Reifeprozess der Hauptfigur weg vom geldgierigen und fremdenfeindlichen Ignoranten. Einige Darsteller der Asylbewerber kamen einst selbst als Flüchtlinge ins Land.

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