Watchmen - Die Wächter

Action/Drama, GB/USDA/CDN 2009
Superheld Rorschach auf der Spur eines Killers

Superheld Rorschach auf der Spur eines Killers

"300"-Regisseur Zack Snyder hat sich der legendären 1980er-Comic-Reihe "Watchmen" angenommen. Diese spielt in einem fiktiven Amerika des Jahres 1985, das am Rande eines Atomkrieges mit der Sowjetunion steht. Die Superhelden haben ausgedient und führen ein Lotterleben. Doch als einer von ihnen ermordet wird, tritt der extrem brutale und zynische Ex-Superheld Rorschach wieder auf den Plan.

Es ist ein groteskes und furchterregendes Amerika, das in dem 1986 und 1987 erschienen Comic von Alan Moore (Text) und Dave Gibbon (Zeichnungen) beschrieben wird. Richard Nixon ist immer noch Präsident. Er träumt im Kalten Krieg vom atomaren Erstschlag, "der zu 54 Prozent Erfolg haben wird", wie ihm seine Generäle vertrauensvoll empfehlen.

Um den Eskapaden der verlotterten Elitekämpfer Einhalt zu gebieten, hat die Regierung ihre Dienste aufgekündigt. Als sie vor einem drohenden Weltuntergang doch wieder gebraucht wird, hat die einst so glorreiche Gruppe (u.a. Billy Crudup, Jeffrey Dean Morgan, Patrick Wilson, Malin Akerman) längst ein unheilvolles Eigenleben entwickelt. "Die Welt ist ein Morast, und die Menschen sind schon bis zum Hals versunken", weiß der Rorschach (Jackie Earle Haley) zynisch zu berichten. Er stößt nach der Ermordung seines Superheldenkollegen auf eine Verschwörung. Die Lösung dieses Kriminalfalles wird zum 162 Minuten langen Endzeit-Thriller.

Regisseur Zack Snyder setzte mit seinem martialischen Kassenerfolg "300" neue Maßstäbe für Comic-Verfilmungen - mit Zeitlupe und -raffer machte er die antike Schlacht um die Thermophylen zur brutalen Blutoper. Auch "Watchmen" ist abstoßend brutal: In der Nahaufnahme zerbrechen Beine und Arme, Köpfe werden mit dem Hackbeil zu Brei gemacht und schwangere Frauen mitleidslos erschossen. Doch Snyder gelingt es mit seinen eindringlichen Bildkompositionen, die Faszination an dem originellen und erstaunlich komplexen Comic-Stoff auf der Leinwand zu erhalten. Und immerhin schaffte es die Vorlage auf die "Time"-Magazin-Liste der 100 wichtigsten englischsprachigen Romane seit 1923.

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