„Warum ich euch nicht in die Augen schauen kann“ [FILM]

Dokumentarfilm, USA 2020
Warum ich euch nicht in die Augen schauen kann

Warum ich euch nicht in die Augen schauen kann

Der britische Dokumentarfilmer Jerry Rothwell adaptiert mit diesem Werk den Bestseller „Warum ich euch nicht in die Augen schauen kann: Ein autistischer Junge erklärt seine Welt“ des Japaners Naoki Higashida und gibt intime Einblicke in das Leben von Autisten.

Inhaltsverzeichnis:


„Warum ich euch nicht in die Augen schauen kann“ [Trailer]

Warum ich euch nicht in die Augen schauen kann


Inhaltsangabe von „Warum ich euch nicht in die Augen schauen kann“ (2021) – worum es in dem Film geht?

Naoki Higashida, geboren 1992 in Kimitsu, Japan, wurde im Alter von fünf Jahren mit schwerem nonverbalem Autismus diagnostiziert. Er lernte schon früh, sich mit der Alphabettafel zu verständigen und schrieb Gedichte und Kurzgeschichten. Im Alter von 13 Jahren verfasste er „Warum ich euch nicht in die Augen schauen kann“, das 2007 in Japan veröffentlicht und in mehr als 30 Sprachen übersetzt wurde. Er beschreibt in diesem autobiografischen Werk eine prachtvolle Fülle unterschiedlicher Realitätserfahrungen, die es größtenteils nicht durch den Filter der neurotypischen Welt schaffen – mit anderen Worten: die Welt die er wahrnimmt, spürt er mit all seinen Sinnen und sie überrascht ihn jeden Tag aufs Neue. Nun widmet der britische Filmemacher Jerry Rothwell der Geschichte eine Dokumentation.

Gezeigt werden die intimen Porträts von fünf bemerkenswerten Menschen aus aller Welt, die das berührende Schicksal Higashidas teilen – sie alle sind in unterschiedlichen Ausformungen autistisch. Da wären zum Beispiel die Freunde Ben und Emma aus den USA, die sich schon seit Kindestagen kennen und über ein Buchstabenbrett mit ihren Familien kommunizieren. Oder die Inderin Amrit, die ihre Gefühle mittels Kunst vermittelt und alles malt, was sie erlebt. Naoki Higashida selbst tritt nicht vor die Kamera und ist in dieser emotionalen Dokumentation nicht zu sehen. Doch die Botschaft des Films ist klar: Nicht sprechen zu können bedeutet nicht, dass es nichts zu sagen gibt! Und so gewähren die Protagonisten Rothwell und dem Publikum eine sinnliche Reise in eine uns großteils unbekannte Welt. Das Ziel des Filmschaffenden war es dabei, die Zuseher:innen anzuleiten, Autismus von innen heraus zu begreifen und zu erkennen, dass es andere Weisen gibt, die Welt wahrzunehmen.


Kritik zum Film „Warum ich euch nicht in die Augen schauen kann“

Anhand des Lebensalltags von fünf Autisten porträtiert Jerry Rothwell die Geschichte „Warum ich euch nicht in die Augen schauen kann: Ein autistischer Junge erklärt seine Welt“ des Japaners Naoki Higashida. Dafür hetzt er aber nicht etwa von Kapitel zu Kapitel und „verfilmt“ das gesamte Buch, sondern er lässt sich Zeit, wählt bewusst einzelne Kapitel aus und überlässt seinen Protagonist:innen die Bühne. Mit seinem Film möchte er nicht etwa kritisieren, dass die fortschittliche Gesellschaft immer noch zu wenig für diese Menschen unternimmt, sondern unsere Sinne für diese Thematik schärfen – was sowohl visuell wie auch auditiv toll gemacht wurde – und den Blick über den Tellerrand zu ermöglichen.

In TV und Kino finden: Jerry Rothwell

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