Wächter der Nacht - Nochnoi Dozor

Action/Fantasy, RUS 2004
Anton sucht Vampire

Anton sucht Vampire

Der alte Kampf der Guten gegen böse Mächte - schon oft hat man das im Kino gesehen. Doch seit "Matrix" hat selten ein Film des Fantasy-Genres das Publikum so überrascht wie "Wächter der Nacht" aus Russland.

Für die vergleichsweise lächerliche Summe von rund vier Millionen Euro produziert, hat der Film im Heimatland des Regisseurs Timur Bekmambetov mehr Geld eingespielt als "Herr der Ringe" oder "Spider Man 2". Ein Prolog erzählt im "Herr der Ringe"-Stil von der Jahrhunderte alten Verteilung der Macht auf Erden: Es gibt die Menschen und die "Anderen" - Wesen mit übernatürlichen Kräften, Vampire, Seher oder Tier-Mutanten, die unter den Menschen leben. Die "Anderen" teilen sich auf in Kräfte der Dunkelheit und des Lichts. Nach grauenvollen Schlachten gegeneinander leben sie in einer Art Waffenstillstand: Die "Wächter der Nacht" halten die Bösen in Schach, umgekehrt sorgen die "Wächter des Tages" dafür, dass die Welt nicht allzu sorglos wird.

Mitten in Moskau nun wird das Gleichgewicht auf eine Probe gestellt. Anton, ein "Wächter der Nacht", findet heraus, dass möglicherweise ein letzter, großer Kampf bevorsteht. Der Fluch über eine Jungfrau, ein zwölf Jahre alter "Auserwählter" und unheimliche Krähenschwärme über einem maroden Moskauer Hochhaus zeugen von der drohenden Apokalypse. Doch auch Anton hat keine weiße Weste.

Regisseur Bekmambetov hat den Roman von Sergej Lukjanenko mit größter Sorgfalt und Ideenreichtum umgesetzt. Er kreiert eine zeitgenössische, schmuddelige, brutale Welt und setzt seine niemals billig wirkenden Spezialeffekte stilsicher ein. "Natürlich hatten wir nicht das Geld, uns mit Hollywood zu messen", sagte Bekmambetov während der Berlinale, wo sein Film im Februar präsentiert wurde. Teil zwei, "Day Watch", ist schon in Moskau abgedreht. Die weitere Fortsetzung des als Dreiteiler geplanten Werkes soll aus Hollywood folgen. Ob die Vervielfachung des Budgets dann auch der Kreativität zu Gute kommt, ist zweifelhaft.

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