W.E.

Drama/Romanze, GB 2011

In TV und Kino finden: Abbie Cornish, Andrea Riseborough, James D'Arcy

In ihrer zweiten Regiearbeit "W.E." beleuchtet Popstar Madonna die wohl folgenreichste Affäre des Buckingham Palace: Den Skandal, der Edward VIII., den Onkel von Queen Elizabeth II., 1936 auf den englischen Königsthron verzichten ließ.

In ihrer zweiten Regiearbeit illustriert die Musikerin die Liebesgeschichte zwischen Edward VIII., dem Onkel von Elizabeth II., und der US-Amerikanerin Wallis Simpson. Diese Liebe zwang den englischen König 1936 zur Abdankung. Parallel dazu zeigt Madonna den von innerer Leere gezeichneten Alltag der New Yorkerin Wally im Jahr 1998. Beide Geschichten sind formal miteinander verwoben, haben aber inhaltlich kaum Gemeinsamkeiten. Ausgangspunkt des bunten Bilderreigens ist eine Auktion 1998 in New York, auf der Kostbarkeiten aus dem Nachlass von Wallis und Edward versteigert werden. Das unter dem Kürzel "W.E." populäre Paar hatte in seinem Luxusleben großen Reichtum angehäuft. Von dieser Ausstellung und den möglichen Geschichten hinter den Juwelen, Bildern und Kleidungsstücken fühlt sich die junge Frau Wally magisch angezogen.

Wally nutzt die Schau, um ihrem tristen Alltag mit einem brutalen Schönling zu entgehen und in eine Affäre mit einem russischen Immigranten zu flüchten. Dabei durchlebt sie in Gedanken viele Episoden aus dem Jahrzehnte langen gemeinsamen Leben von "W.E.", so wie es in der Klatschpresse kolportiert wurde. Der Inszenierung des Films gelingt es jedoch nicht, daraus Spannung zu ziehen. Es wird nicht klar, warum Madonna, die auch am Drehbuch mitschrieb, die beiden Handlungsebenen ineinander verwoben hat.

In den Hauptrollen agieren zwar exzellente Darsteller wie James D'Arcy, Andrea Riseborough und Abbie Cornish, die in anderen Filmen bereits als ausgezeichnete Charakterinterpreten überzeugt haben. Madonna versteht es als Regisseurin jedoch nicht, ihre Akteure zu Höchstleistungen zu bringen. Sie können die Charaktere nicht mit Leben füllen, stattdessen erdrückt Madonna ihre Stars mit Kostümaufwand und Make-up.

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