Victoria - Männer und andere Missgeschicke

Komödie/Drama, F 2016

In TV und Kino finden: Virginie Efira, Vincent Lacoste, Melvil Poupaud, Laurent Poitrenaux, Laure Calamy, Justine Triet

Anwältin Victoria ist knapp vor dem Nervenzusammenbruch

Virginie Efira glänzt als neurotische Anwältin und Single-Mutter.

Darum geht's in ‚Victoria - Männer und andere Missgeschicke‘:

Sie wirkt so erschöpft, dass vermutlich nicht viel fehlt, bis sie die Kontrolle über ihr ohnehin schon chaotisches Leben und ihren Beruf komplett verliert. Noch hat Enddreißigerin Victoria (Virginie Efira) aber alles im Griff. Dass die Strafverteidigerin am Rande eines Nervenzusammenbruchs entlang balanciert und regelmäßig bei ihrem Psychiater auf der Couch liegt, wundert nicht: Der Stress im Job nimmt täglich zu, sie erzieht ihre zwei kleinen Töchter allein und frönt einem bewegten Sexleben.

Die wechselnden Liebhaber sind auch nicht das Problem, eher die Männer, die sie schon länger kennt: Ihr Ex-Mann zahlt nämlich seit Monaten keinen Unterhalt mehr, schreibt in einem Blog über das freizügige Leben einer Juristin, in dem man nur unschwer Victoria wiedererkennt, und droht mit einem Enthüllungsroman.

Bei einer Hochzeit trifft sie zufällig auf ihren Ex-Mann, ihren alten Freund Vincent (Melvil Poupaud) und den ehemaligen Klienten und Drogendealer Sam (Vincent Lacoste). Doch nur einen Tag später wird Vincent wegen versuchten Mordes an seiner Freundin angeklagt. Der bestreitet den Vorwurf - und bekniet Victoria, ihn vor Gericht zu verteidigen.

Sie sagt zu und heuert Sam als Praktikant und Au-pair-Boy an. Just der Lockenkopf, der auf den ersten Blick wie ein Tunichtgut wirkt, bringt mit der Zeit endlich so etwas wie Ordnung und Stabilität in Victorias Leben.

Unsere Meinung zu ‚Victoria - Männer und andere Missgeschicke‘:

Lassen Sie sich bitte nicht vom Zusatz-Titel in die Irre führen. ‚Victoria - Männer und andere Missgeschicke‘ klingt zwar wie die französische Variante einer Matthias-Schweighöfer-Komödie, entpuppt sich aber als satirischromantisches Porträt einer liebenswert neurotischen Frau am Rande des Nervenzusammenbruchs, das ganz nebenbei eine Menge über Beziehungen zwischen Männern und Frauen, Einsamkeit, Kinder, Justiz, Geld und Sex erzählt. Die bezaubernde, in Paris lebende Belgierin Virginie Efira (‚Birnenkuchen mit Lavendel‘) glänzt in der Titelrolle durch Natürlichkeit und Charme.

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