Vergiss mein nicht

Dokumentation/Family, D 2012
Sieveking porträtiert seine Mutter Gretel

Sieveking porträtiert seine Mutter Gretel

In der Dokumentation "Vergiss mein nicht" porträtiert der deutsche Regisseur David Sieveking voller Feingefühl und schonungsloser Offenheit seine an alzheimerbedingter Demenz erkrankte Mutter. Der Film gewann beim 65. Internationalen Filmfestival in Locarno den Hauptpreis in der Kategorie "Woche der Kritik".

Im Einvernehmen mit seinen Schwestern und seinem Vater beleuchtet er den Alltag seiner Mutter und ihren geistigen und körperlichen Verfall. Sieveking lernt sie hier von einer ganz anderen Seite kennen und wird von ihr schon bald für ihren Ehemann gehalten. Er entdeckt durch die Gedächtnisstörung seiner Mutter Gretel den Schlüssel zu ihrer Vergangenheit, zur Geschichte ihrer Ehe und zu den Familienwurzeln. Am Ende des Films ist Gretel ans Bett gefesselt, sie wird nicht mehr lange zu leben haben.

"Vergiss mein nicht" ist eine Geschichte über die liebevolle Beziehung zwischen Mutter und Sohn, Eltern und Kindern sowie Mann und Frau, aber auch ein Film über die Krankheit Alzheimer und Demenz - eine Erfahrung, die viele Familien erschüttert und verändert.

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