Vanity Fair - Jahrmarkt der Eitelkeit

Drama/Romanze, GB/USA 2004
Reese Witherspoon kämpft sich nach oben

Reese Witherspoon kämpft sich nach oben

Mit "Vanity Fair" wagt Reese Witherspoon etwas ganz Neues: Auf Komödien wie "Natürlich Blond" folgt die Verfilmung des fast 160 Jahre alten britischen Romanklassikers "Jahrmarkt der Eitelkeiten" von William M. Thackeray.

Die US-Südstaatlerin Witherspoon spielt die Hauptrolle der Britin Becky Sharp, des armen, aber cleveren Mädchens, das um jeden Preis nach oben will. Ebenso umstritten wie die Verpflichtung einer Amerikanerin für eine der "urenglischsten" Romanfiguren war auch, dass mit Mira Nair eine Inderin die Regie übernahm. Beides brachte jedoch frischen Wind in die alte Geschichte.

Witherspoon hat sich nie ganz an die Ära der Napoleon-Kriege angepasst, in der das Buch spielt. Sie wirkt deshalb wie eine Zeitreisende aus unserer Welt in alten Kostümen. Doch gerade das macht vielleicht den Reiz des Films aus. Schließlich könne Becky Sharp als "allererste Feministin" bezeichnet werden, sagt die Schauspielerin. Denn Becky gibt sich nicht mit ihrer Rolle des unmündigen Weibes in einer von Männern dominierten Welt zufrieden.

Der mehr als zwei Stunden lange Film wirkt am Ende überraschend komplett, auch wenn viele Nuancen der Buchvorlage natürlich auf der Strecke geblieben sind. Buch-Autor Thackeray selbst brachte es als Schriftsteller und Verleger zu erheblichem Reichtum. "Vanity Fair" blieb sein bekanntestes Buch - erstmals verfilmt 1915. Und der neue Film macht wieder deutlich, dass auch "Vom Winde verweht" letztlich nur eine Übertragung von Thackerays Geschichte auf amerikanische Verhältnisse war, wobei das Original allein schon durch seine feine Sprache deutlich eleganter wirkt.

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