Untitled

A 2017

Michael Glawoggers letzter Film

Während des Drehs zu dieser Doku starb der Grazer Filmemacher Glawogger. Cutterin Monika Willi stellte den Film fertig.

Darum geht‘s in ‚Untitled‘:

Ein Jahr wollte Michael Glawogger mit seinem Team um die Welt reisen und drehen. Ein Film, der „von nichts handelt“, so sagte er selbst, sollte das Ergebnis sein, filmen wollte der Grazer einfach alles, was ihm begegnet. Am 3. Dezember 2013, seinem 54. Geburtstag, brach er auf: von Pitten (NÖ) über den Balkan nach Italien und Afrika. Am 22. April 2014 dann der Schock, als ihn eine Malaria-Erkrankung in Liberia aus dem Leben riss. 70 Stunden Filmmaterial blieben übrig.

‚Untitled‘ sollte aber nicht unvollendet bleiben. Monika Willi, Cutterin bei Glawogger, Michael Haneke und zuletzt Josef Haders Wilde Maus, schnitt die vorliegende 105 Minuten lange Doku zusammen, die bei der Diagonale Premiere feierte.

Unsere Meinung zu ‚Untitled‘:

Der Film verzichtet auf Inserts und Interviewpartner, roter Faden sind Reisetexte von Glawogger, die aus dem Off zu hören sind. Wie in seinen preisgekrönten Dokus Megacities (1998) und Workingman's Death (2005) beweist Glawogger auch hier sein Gespür für schaurig-schöne Bilder: Ruinen, Mülldeponien, überhitzte Gassen, in denen es von trostlosen Existenzen wimmelt. Wo andere wegschauten, hielt Glawogger erst recht die Kamera drauf. Denn auch das ist unsere Welt. Ein mutiger Filmemacher, der fehlen wird ...

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