Unsere Erde - Wunder des Lebens

Dokumentation/ , D/GB 2007
Lohnt es sich, aufzustehen?

Lohnt es sich, aufzustehen?

Atemberaubend schön ist unser Planet, oder besser: kann er sein. Die Naturdokumentation "Unsere Erde - Der Film" zeigt spektakuläre Bilder. Der Mensch wird in diesem Film nicht gezeigt. Er kommt aber indirekt vor. Zum einen ist er es, der fähig ist, solch einen faszinierenden Film zu erschaffen. Zum anderen ist er derjenige, der die gezeigten Lebensräume in Gefahr gebracht hat.

Regisseur Alastair Fothergill, der mit "Deep Blue" bereits mit Ozeanbildern begeisterte, hat wieder überwältigende Szenen zu einem Film verwoben. Sie entstanden hauptsächlich zwischen November 2004 und Juni 2006. Die 99-minütige Reise um den Globus beginnt im Norden, im arktischen Winter. Die beim Thema Umwelt in den Medien inzwischen unvermeidlichen Eisbären geben sich ein Stelldichein. Die Doku zeigt eine Eisbärenmutter und ihre Probleme mit zwei eigenwilligen Jungen. Einem männlichen Eisbären und Einzelgänger schmelzen indes bei der Nahrungssuche die Eisschollen unter den Tatzen weg. Früher hatte er es besser.

Mit Überlebenswillen führt eine Elefantenmutter ihr Kleines in einem scheinbar endlosen Treck durch die ausgedörrte Kalahari-Wüste in Südafrika. Die Herde sucht frisches Wasser. Und als sie es findet, muss sie es mit einem gefährlichen Löwenrudel teilen. Eine Buckelwalmutter und ihr Kalb treten gemeinsam eine lange Reise an. Von den Tropen bis in die Antarktis sind es 6.000 Kilometer. Doch dort gibt es (noch) optimales Futter.

Und damit nicht genug. Der Film besucht viele weitere Tier und Pflanzen. Der Zuschauer kommt kaum aus dem Staunen heraus. In der deutsch-britischen Co-Produktion stecken fünf Jahre Arbeit. Gefilmt wurde an mehr als 200 Drehorten und in 26 Ländern. Mehr als 40 Kamerateams waren im Einsatz. Sie machten etwa 250 Tage Luftaufnahmen und sammelten insgesamt etwa 1.000 Stunden Filmmaterial, wie es in den Unterlagen zum Film heißt. Regisseur Fothergill gibt zu bedenken: "Würden wir diesen Film in zehn oder zwanzig Jahren drehen, könnten wir viele dieser außergewöhnlichen Bilder, die wir jetzt auf der großen Leinwand zeigen, gar nicht mehr einfangen."

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