Underworld: Vampire gegen Werwölfe

Action/Horror, USA 2016

Selene ist auf der Suche nach ihrer Tochter Eve

Kate Beckinsale kommt als Vampirin einfach nicht zur Ruhe - und fordert die Lykaner erneut zum Kampf

Es gibt Filmreihen, die einfach nicht enden wollen - oder dürfen. Als Regisseur Len Wiseman (Stirb langsam 4.0) im Jahre 2003 mit Underworld den ersten Film um den ewigen Kampf zwischen Vampiren und Werwölfen realisierte, träum te er noch von einer Trilogie. Doch dreizehn Jahre später startet mit Underworld: Blood Wars bereits das fünfte Abenteuer der Reihe in den Kinos. Im Regiestuhl saß dabei erstmals die Ex-Kamerafrau Anna Foerster (Anonymous; White House Down); die Hauptrolle spielt, wie schon im ersten Streifen, die Britin Kate Beckinsale.

Es wird wieder gemetzelt und massakriert

Der Plot schließt direkt an den Vorgänger Underworld: Awakening an: Die Vampirin Selene (Beckinsale) hat alles verloren. Ihr Liebster Michael, ein Mensch-Werwolf-Hybrid, ist tot. Ihre Tochter Eve, der erste und einzige Hybrid aus Vampir und Werwolf, ließ sie einst zum eigenen Schutz ziehen. Und sie selbst wird von Lykanern und Vampiren gejagt. Bis der Untote David (Th eo James) sie wieder aufspürt. Der östliche Vampir-Orden will ihr den Mord an Victor (Bill Nighy) vergeben, sofern sie die Blutsauger auf einen offenbar bevorstehenden Angriff der Lykaner unter der Führung des charismatischen Werwolfs Marius (Tobias Menzies) vorbereitet. Der ist indes nur scharf auf Eves Blut. Als einziger Hybrid aus Vampir und Werwolf verfügt Selenes Tochter nämlich über außergewöhnliche Fähigkeiten -und genau die will sich auch Marius einverleiben. Dafür benötigt er aber Selene. Dass die nicht weiß, wo Eve sich versteckt hält, ahnt der Werwolf-Chef nicht. Doch auch Semira (Lara Pulver), eine ambitionierte Ober-Vampirin des östlichen Vampir-Ordens, kocht ihr eigenes Süppchen.

Kate Beckinsale sieht noch aus wie vor 13 Jahren

Wer die ersten vier Streifen der Fantasy-Actionreihe gesehen hat, weiß, dass Romantik in diesen Filmen eine eher untergeordnete Rolle spielt. Eingefleischte Fans erwarten sich vor allem krachende Action, Effekte, die bewusst nicht zu den besten gehören -und wollen eine Heldin im engen Latexkostüm sehen. Besagten Wünschen wird in Underworld: Blood Wars jedenfalls wieder Rechnung getragen. Die Action ist flott inszeniert, bietet aber nichts Neues. Wie schon im Vorgänger wird hier gemetzelt und massakriert, was der Kunstblutvorrat hergibt. Aber der Krieg zwischen Vampiren und Werwölfen ist nun einmal keine Kinderjause. Für angenehmere Schauwerte in diesem Blutbad sorgt Kate Beckinsale, die in den 13 Jahren seit Underworld kaum gealtert zu sein scheint. Kurz: Dürftig, Fans wird das aber kaum stören!

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