Twilight: Breaking Dawn - Teil 2

Drama/Fantasy, USA 2012
Auf zum finalen Biss

Auf zum finalen Biss

Das lange erwartete Finale "Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht (Teil 2)" unter der Regie von Bill Condon, der bereits den im Vorjahr gezeigten Teil 1 inszeniert hat, webt das Erfolgsmuster der nun fünf Filme umfassenden Saga rund um die Liebe zwischen dem feschen Vampir Edward Cullen und der sehnsüchtigen Schülerin Bella Swan ohne Schönheitsfehler fort.

Das Schlussbild von Teil 1 blieb wohl jedem Fan in bester Erinnerung: Nachdem Bella und Edward endlich schwer romantisch geheiratet haben, wird die Braut schwanger und trägt fortan einen gefährlich schnell wachsenden, blutsaugenden Fötus in sich, der das zierliche Mädchen an den Rand des Todes treibt. In seiner Verzweiflung verbeißt sich ihr Ehemann kurz nach der todbringenden Geburt in die Handgelenke seiner großen Liebe. Der schmale Grat zwischen Dahinscheiden und Verwandlung in einen Vampir hält die gesamte Familie in Atem: Dann öffnet Bella die Augen. Blutrot. Ende.

Ein Jahr später bildet dieses Rot den Anfang des knapp zweistündigen Finales: Bella (Kristen Stewart) ist erfolgreich zum Vampir mutiert und schließt - nach einer kurzen ersten Blut-Jagd mit Edward (Robert Pattinson) im Wald - ihre Tochter Renesmee in die Arme. Das Baby hat schon nach zwei Tagen alle Zähne und wächst binnen kurzer Zeit zum Mädchen heran. Doch die frische Familien-Idylle währt nur kurz. Erfährt doch bald der feindliche Volutri-Clan von dem Mädchen, das von Beobachtern fälschlicherweise für ein unsterbliches Wesen - gezeugt von Menschen, gebissen von einem Vampir - gehalten wird. Dieser Gesetzesverstoß bedroht den Vampir-Frieden und so ziehen die Volutri aus, um Renesmee zu töten.

Wenn die "Twilight"-Saga der Autorin Stephenie Meyer uns eines lehrt, ist es die Würdigung der unbändigen Kraft des familiären Zusammenhalts (abgesehen von den Vorzügen der möglichst bis zur Hochzeit zu bewahrenden Jungfräulichkeit). Und so trommelt die Familie Cullen aus aller Herren Länder befreundete Vampire zusammen, um sie von der Unschuld der kleinen Renesmee (Mackenzie Foy) zu überzeugen. Und so kommt es, wie es kommen muss: Die Familie hält zusammen und kämpft unerschrocken gegen die scheinbar übermächtigen Feinde. Auch der Wolfsjunge Jacob (Taylor Lautner) muss in diesem Kampf Stellung beziehen.

Regisseur Condon beweist mitunter, dass er nicht nur zur romantischen Verklärung jungen Ehelebens fähig ist, sondern auch in ernste Momente Witz packen kann. Szenen wie jene, in der die frisch verwandelte Vampirin Bella versucht, sich wie ein normaler Mensch auf einen Sessel zu setzen oder die Luft anhält, wenn sie ihren (menschlichen) Vater umarmt, gehören zu den komischen Momenten dieses glatt polierten, bildstarken Epos', das neben zahlreichen zärtlichen Szenen auch actiongeladene Jagd- und Kampfszenen bietet, die jedoch - nicht zuletzt wegen der atemberaubenden Landschaft - nie langweilen.

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