Tropfen auf heiße Steine

/ , F 1999

Warum verfilmt ein aufstrebendes, französisches Regietalent im Jahr 2000 ausgerechnet ein altes Theaterstück des deutschen Enfant-terrible Rainer Werner Fassbinder? Vielleicht aus seiner Liebe zu Themen wie Mord, Selbstmord, Inzest und sexuelle Fixierung heraus - und da liegt Kultregisseur Francois Ozon bei "Tropfen auf heiße Steine" genau richtig. ****

Der 19-jährige Franz lässt sich vom um Jahre älteren Versicherungsvertreter Leopold verführen. Aus Lust und Leidenschaft wird bald trister eheähnlicher Alltag, der aber bald ins Chaos ausartet, als Franz' Ex-Freundin Anna in die Beziehung platzt. Der junge Mann gibt an sie die neu erlernten Liebeskünste weiter, doch schließlich erliegt auch sie dem Charme Leopolds. Wirklich bizarr wird die Gemeinschaft durch das Auftauchen von Leopolds Geliebter Vera, einem Transsexuellen. Die Männer-WG wird zur packenden "Menage a quatre" ...

"Es geht um ein universelles Problem", so Ozon über den diesjährigen Teddy-Preisträger-Streifens, der schwul-lesbischen Filmauszeichnung der Berlinale, "um die Schwierigkeit zu zweit zu leben."

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