Troja

Action/Drama, USA 2004
Gestählter Achilles: Brad Pitt

Gestählter Achilles: Brad Pitt

Als kolossales Sandalen-Epos hat der deutsche Hollywood-Regisseur Wolfgang Petersen die Geschichte des Trojanischen Krieges mit Brad Pitt als Halbgott Achilles in der Hauptrolle verfilmt. Der von Homers "Ilias" inspirierte Film "Troja" schafft neue Breitbandbilder zu den alten Helden und Sagen.

Traum der feuchten Nächte pubertierender Lateinschülerinnen - Achilles. Der zornige Kämpfer, der Halbgott - und damit ist Pitt mindestens genauso gemeint wie Achill. Wenn Helena die schönste Frau der Welt ist, dann ist Brad der schönste Mann. Wallendes blondiertes Haar (typisch griechisch, wie auch die strahlend wasserblauen Augen), ein vor Muskeln protzender Körper, von Petersen immer wieder gerne ins rechte Licht gerückt - Leni Riefenstahl hätte ihre Freude an diesem Achilles gehabt.

Computer-Experten ließen tausend Schiffe am Strand von Troja landen und aus künstliche Körperteilen bauten Prothesenexperten laut Presseheft "30 nackte Leichen, 30 verbrannte Leichen und 30 Leichen in griechischer und trojanischer Uniform", um das Gemetzel auf dem Schlachtfeld wirklichkeitsgetreu nachzuspielen.

Gekämpft wird aus unterschiedlichen Motiven. Für die Liebe zur schönen Helena (eine norddeutsche Entdeckung, Diane Kruger) nimmt Paris (Orlando Bloom), Sohn des trojanischen Königs Priamos, einen Krieg in Kauf. Menelaos (Brendan Gleeson), Helenas gehörnter Ehemann und König von Sparta, will seine Schmach rächen, was Bruder Agamemnon (Brian Cox) veranlasst, sein Griechenheer in die Schlacht zu führen. Mittendrin Achilles, der in dieser Version für nichts als seine eigene Unsterblichkeit kämpft.

Zehn Jahre Krieg schrumpfen da zu wenigen Tagen zusammen, schließlich wollten Regisseur Petersen und Drehbuchautor David Benioff nicht auf das Trojanische Pferd und den Untergang der Stadt verzichten. Petersen: "Wenn man einen unterhaltsamen 150-Minuten-Film drehen will, darf der Umgang mit der Historie ruhig etwas salopper sein."

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