Triff die Elisabeths!

Komödie, F 2009
Der Regisseur erzählt seine Geschichte

Der Regisseur erzählt seine Geschichte

Schauspieler Lucien Jean-Baptiste, der den liebenswerten Loser verkörpert, hat mit der rasanten Familienkomödie "Triff die Elisabeths!" sein Debüt als Autor und Regisseur vorgelegt und einen mehrfach preisgekrönten Kinohit gelandet. Heiter-herzliche Filme, bei denen etwas über Toleranz zu lernen ist, liegen bei den Zuschauern hoch im Kurs. Jean-Baptiste hat die Geschichte selbst erlebt.

Fünf Schwarze im Schnee - in den französischen Alpen für die übrigen Wintersportler ein nie erlebter Anblick. Und auch für die dunkelhäutige Familie selbst gerät der einwöchige Skiurlaub zur tollkühnen Unternehmung: Schließlich kann der Vater, ein arbeitsloser Träumer, die Seinen im Alltag nicht einmal ernähren. Doch der Mann von den Antillen möchte, dass seine drei Kinder im Osterurlaub mit ihren Klassenkameraden mithalten können. Als seine zermürbte, weiße Ehefrau daraufhin streikt, wird kurzerhand seine resolute Mutter (Firmine Richard) mit ins geliehene Auto gepackt - und ein so amüsant-chaotischer wie völkerverbindender Ausflug in die Berge beginnt.

Bei Jean-Baptiste war es die Mutter, die den Urlaub in den 70er-Jahren für die ganze Familie wollte. "Wie die Familie im Film haben wir Kleidung und Ausrüstung geliehen. Wir konnten uns nur zwei oder drei Abfahrten leisten, waren aber glücklich und unglaublich stolz", so der 45-Jährige. Eine Filmproduzentin habe ihn anregt, die Erinnerung aufzuschreiben und zu inszenieren. Im Erfolg sieht Jean-Baptiste einen Beleg für seine Botschaft, dass es sich lohne, Träume zu verwirklichen - auch wenn das unmöglich scheine.

Eher unbekannte, aber überaus sympathische Darsteller geben der Geschichte ihren lebendigen Ausdruck. Und ob man nun dem kleinen Ludo (Ludovic Francois) beim Erwerb seines ersten Ski-Abzeichens, Schwester Manon (Loreyna Colombo) beim Gesangswettbewerb oder dem Teenager Yann (Jimmy Woha-Woha) beim Sich-Verlieben zuschaut, Lucien Jean-Baptiste hält die Handlung mit vielen witzigen Einfällen auf Trab und untermalt sie mit flockiger Musik. Und dass der Familienvater am Ende Zuhause nicht länger Waschpulver auf der Straße verkaufen muss, sondern nun auch beruflich Ehrgeiz zeigt und seinen Traumjob findet, versteht sich bei all der guten Laune fast von selbst.

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