Traumspuren im Wüstensand

Drama/ , RCH/E/F 1998
Traumspuren im Wüstensand

Chile, 1980: Fernando, Guillermo und Isabel lernen sich kennen und werden Freunde. Und obwohl Isabel zwischen Fernando und Guillermo steht, haben alle drei nur ein Ziel: Sie kämpfen gegen den willkürlichen Kapitalismus unter Pinochet und seiner Militärjunta für eine "unabhängige Republik". Als sie sich zehn Jahre später wieder treffen, ist vom utopischen Idealismus der früheren Tage nicht mehr viel übrig geblieben. In berrauschenden Bildern erzählt der wohl bedeutendste chilenische Regisseur Ricardo Larrain in "El Entusiasmo" von Liebe und den Verlust von Träumen. ****

Der euphorische Fernando betreibt in der Wüste im Norden Chiles dubiose Geschäfte mit Spekulanten. Isabel kümmert sich um den gemeinsamen Sohn Miguel, der den Entwicklungen tatenlos zusehen muss, aber auch mit seinen unausweichlichen Fragen an seine Eltern und die (politische) Vergangenheit Probleme ans Tageslicht bringt. Der vergeistigte Guillermo wiederum, ein ehemaliger engagierter Dokumentarfilmer, verkauft nun Reportagen an europäische Fernsehanstalten und zieht sich immer mehr in sich selbst zurück.

Larrain choreografiert diese Dreiecksgeschichte mit einer atemberaubenden Kameraführung hinein in die faszinierende Wüstenlandschaft des chilenischen Nordens. Chiles Nationaldichter Pablo Neruda diente ihm dabei als Leitmotiv. In seiner bildstarken Erzählung zeigt der bekannte Filmemacher, was aus einem idealistischen Traum werden kann, wenn die Realität ihn bereits überholt hat.

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