Titanic 3D

Drama/Romanze, USA 2012
Eine der berühmtesten Filmszenen kommt nun in 3D

Eine der berühmtesten Filmszenen kommt nun in 3D

Das Schiff geht wieder unter. Daran ändert auch neueste Kinotechnik nichts. 3D-Spezialist James Cameron ("Avatar") aber hat seinen Riesen-Kinoerfolg "Titanic" aus dem Jahr 1997 ordentlich aufgemotzt. Das wohl größte Liebesdrama der jüngeren Filmgeschichte kommt - passend zum 100. Jahrestag der Schiffskatastrophe - noch einmal in einer 3D-Version ins Kino. Inhaltlich verändert hat sich nichts.

Dabei hatte der Film beim Kinostart vor knapp 15 Jahren schon zweidimensional eine emotionale Wucht entwickelt, die es so im Kino möglicherweise vorher noch nicht gegeben hat. Viele Zuschauer weinten hemmungslos und verharrten noch lange fassungslos im Kinosessel - zu den Klängen von Celine Dions "My Heart will go on". Nicht auszudenken, was geschehen wäre, hätte es damals schon die 3D-Technik gegeben.

Die nämlich zieht den Zuschauer noch tiefer ins dramatische Geschehen hinein und entwickelt einen Sog, der bei den ohnehin schon spektakulären und emotionalen Untergangsszenen Distanz fast unmöglich macht. Auch Hartgesottene oder Fans, die den Film schon auswendig mitsprechen können, dürften davon überrascht sein.

Das allerdings gilt nahezu ausschließlich für eben diese Untergangsszenen, die rund ein Drittel des dreistündigen Films ausmachen. Davor entfaltet die Technik nur wenig Wirkung. Um es platt zu sagen: Ob die wohlhabende Rose DeWitt Bukater (Kate Winslet) und der arme Maler Jack Dawson (Leonardo DiCaprio) nun in zwei oder drei Dimensionen unter Deck übereinander herfallen, das macht kaum einen Unterschied. Durch die neue Technik aber sieht der Film fast so aus, als sei er erst vor kurzem gedreht worden - und nicht schon vor eineinhalb Jahrzehnten.

Und genau das scheint ja auch das Ziel des 3D-Projektes zu sein, an dem Regisseur James Cameron sieben Jahre gearbeitet hat. "Eine ganze Generation hat "Titanic" noch nicht auf der großen Leinwand gesehen", sagt er. Damals brach "Titanic" alle Zuschauerrekorde und wurde mit einem Umsatz von 1,8 Milliarden zum erfolgreichsten Film aller Zeiten - bis Regisseur Cameron selbst mit "Avatar" noch eins draufsetzte. Elf Oscars gewann "Titanic", die bis dahin noch einigermaßen unbekannten Hauptdarsteller Kate Winslet und Leonardo DiCaprio wurden zu Superstars und starteten eine Weltkarriere. Zu Teenie-Idolen der neuen Generation dürften sie heute allerdings - im Alter von Mitte/Ende 30 - kaum noch avancieren.

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