The Women - Von großen und kleinen Affären

Komödie/Drama, USA 2008
Meg Ryan (l.) verkörpert eine betrogene Ehefrau

Meg Ryan (l.) verkörpert eine betrogene Ehefrau

In Diane Englishs Frauenpower-Streifen "The Woman - Von großen und kleinen Affären" holt eine betrogene Ehefrau, verkörpert von Meg Ryan, mit Hilfe der nicht immer angebrachten Unterstützung ihrer Freundinnen zum Gegenschlag aus. Der Film basiert auf der Komödie "Die Frauen" von George Cukor aus dem Jahr 1939.

Da ist zunächst die viel beschäftigte Society-Ehefrau Mary Haines (Ryan), die ihr Leben mit Mann und Tochter in einem Vorort von New York trotz Haushälterin und Au-Pair nicht auf die Reihe bekommt - zu viel Stress mit Wohltätigkeitsveranstaltungen. Ihre Freundin ist die abgeklärte Modemagazin-Chefin Sylvie (Annette Bening), die ihrer Karriere zuliebe auf ein Privatleben verzichtet und deshalb eine panische Angst hat, ihren Job zu verlieren. Die Dritte im Bunde ist Edie (Debra Messing), deren Leben sich nur um ihre vier Kinder dreht. Das Kleeblatt komplettiert die lesbische Bestseller-Autorin Alex (Jada Pinkett Smith), die das Problem mit den Männern so löst, indem sie ihnen ganz abschwört.

Zusammen machen sie - a là "Sex And The City" - Manhattan mit Shoppingtouren und Cocktail-Treffen unsicher. Aufregung kommt in die privilegierte Runde, als Sylvie von einer Kosmetikerin erfährt, dass Marys Ehemann Stephen eine Affäre mit der Parfumverkäuferin Crystal (Eva Mendes) hat. Sylvie weiht daraufhin zwar die anderen ein, Mary erfährt die Untreue jedoch aus anderer Quelle. Ihre bis dato heile Welt bricht zusammen. Doch glücklicherweise hat sie schneidern gelernt und kann sich nun endlich als Modedesignerin verwirklichen.

TV-Regisseurin Diane English hat dem Original die satirische Schärfe genommen und setzt auf die Botschaft vom Wert weiblichen Zusammenhalts. In dem, von Mick Jagger Co-produziertem Remake eines Klassikers, führt der Weg zum Happy End auch nicht unweigerlich über die Versöhnung mit dem Göttergatten. Das besondere des Films liegt auf der Hand: Obwohl sich alles um die Männer dreht, taucht nicht einer in dem Film auf.

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