The Sessions - Wenn Worte berühren

Drama, USA 2012
Helen Hunt verkörpert eine Sex-Therapeutin

Helen Hunt verkörpert eine Sex-Therapeutin

Es sind nicht viele Filme, die einen zum Lachen und Weinen gleichermaßen bewegen. "The Sessions - Wenn Worte berühren" aber, der einen realen Hintergrund hat, gehört dazu. Er erzählt vom US-Journalisten und Poeten Mark O'Brien, der seit einer Kinderlähmung bewegungsunfähig und auf eine Eiserne Lunge angewiesen ist. Und sich doch einen Wunsch erfüllen möchte: den Wunsch nach körperlicher Liebe.

In seiner Verzweiflung wendet sich der gläubige, mit wunderbarem Humor gesegnete Journalist Mark (John Hawkes) zunächst an den Geistlichen (William H. Macy) seines Vertrauens. Der ihm zumindest die Sorge, sein Wunsch nach körperlichem Kontakt mit einer fremden Frau, sei gar nicht im Sinne Gottes, nehmen kann. Schließlich gerät Mark an Cheryl (Oscarpreisträgerin Helen Hunt), eine attraktive Sex-Therapeutin. Und bald schon sind sie zu einem ersten "Date" verabredet.

John Hawkes, der einen starken Auftritt als Sektenführer in "Martha Marcy May Marlene" hatte und zuvor als krimineller Junkie in "Winter's Bone" überzeugte, vermag nun auch dieser Rolle Glanzlichter aufzusetzen. Die Hauptfigur lässt der 53-Jährige mit der jugendlichen Ausstrahlung gekonnt zwischen diversen Stimmungen oszillieren. An seiner Seite in "The Sessions" hat er mit Helen Hunt eine kongeniale, mindestens ebenbürtige Filmpartnerin. Und auch William H. Macy weiß Akzente zu setzen. Seine Figur des mitfühlenden, dabei stets leicht überforderten Pfarrers ist für US-amerikanische Verhältnisse ungewöhnlich angelegt.

Beim Filmfestival in San Sebastián erhielt der rundum sympathische und auch ergreifende Film 2012 den Publikumspreis. Und auch beim wichtigen Sundance Film Festival in Utah gab's vom Publikum eine Auszeichnung. "The Sessions" endet mit einer Widmung, "In Memory of Mark O' Brien" heißt es im Abspann zum Film. Der kalifornische Journalist starb 1999 mit nur 49 Jahren.

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