The Ring 2

Horror/Thriller, USA 2005
Naomi fürchtet sich vor Videos

Naomi fürchtet sich vor Videos

Es ist so einfach: Man nimmt ein Video, schiebt es in das Wiedergabegerät, drückt auf die Fernbedienung, und schon läuft auf dem Bildschirm der Film ab. Aber wenn auf dem Video ein tödlicher Fluch lastet, dann ist das eine lebensgefährliche Angelegenheit. Das beweist auch die "Ring"-Fortsetzung des erfolgreichen Mysterythrillers, "The Ring 2".

Die Ausgangsposition von "The Ring": Wer immer das mit einem mysteriösen Geschehen bespielte Video angesehen hatte, der musste exakt sieben Tage später auf grausige Art sterben. Die blonde Journalistin Rachel Keller, die mit ihrem Söhnchen Aidan vor drei Jahren die Begegnung mit der todbringenden Kassette nur mit Mühe überlebt haben, hofft nun im zweiten Teil, in dem kleinen Städtchen Astoria an der Küste des US-Bundesstaates Oregon Ruhe zu finden. Da hat sie sich aber wohl zu früh gefreut.

Inszeniert wurde der hochklassige Nervenkitzel von dem japanischen Regisseur Hideo Nakata, der damit sein US-Debüt feierte. Nakatas Einsatz ist nur recht und billig, ist er doch der Schöpfer des "Ring"-Originals, das in Japan mit dem Titel "Ringu" 1998 Furore machte und die Vorlage für die Hollywood-Version abgab.

Es ist selten genug der Fall, dass die Fortsetzung eines Leinwanderfolgs besser ist als dieser, doch von "The Ring 2" lässt sich das durchaus sagen. Nakata versteht es hervorragend, mit wenigen echten Schock- und Actioneffekten ein Maximum an Wirkung zu erzielen.

Der Japaner entfaltet die atmosphärisch sehr dichte Geschichte mit ruhiger Hand und legt größten Wert auf Details und eine sensible Personenführung. Davon profitieren Naomi Watts als Rachel Keller und der unglaublich differenziert einen gestörten elfjährigen Jungen verkörpernde David Dorfman als Aidan sichtlich.

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