The Producers

Komödie/Musikfilm, USA 2005
Uma betört als Schwedin Ulla die Broadway-Producer

Uma betört als Schwedin Ulla die Broadway-Producer

Der legendäre Kinofilm "The Producers" von Mel Brooks (1968) ist als Musical für den Broadway adaptiert worden. Susan Stroman brachte die preisgekrönte Bühnenversion, für die sie selbst verantwortlich zeichnet, nun in ihrer ersten Filmarbeit wieder auf die Leinwand. "Frühling für Hitler", so die Unterzeile des Films, bietet zahlreiche komische Highlights.

Die Rollen von Zero Mostel und Gene Wilder wurden am Broadway von Nathan Lane und Matthew Broderick übernommen. Diese spielen nun auch im Film die Hauptrollen des durchtriebenen Produzenten Max Bialystock und des ängstlichen Buchhalters Leo Bloom, die mit einem Musical-Flop Millionen scheffeln und sich dann nach Rio verziehen wollen. Auch der gesamte restliche Leading-Cast wurde praktisch direkt von der Bühne übernommen, nur Uma Thurman als singende und tanzende Schwedin Ulla und Will Ferrell als unverbesserlicher Hitler-Verehrer Franz Liebkind kamen neu dazu.

Die beiden spielen nicht die einzigen absurden Rollen in dem farbenreichen und äußerst schrägen "Movie-Musical". Mit Roger DeBris (Gary Beach) und Carmen Ghia (Roger Bart) tummeln sich zwei Tunten in der Komödie, die direkt aus dem "Käfig voller Narren" stammen könnten. Der Regisseur und sein(e) Assistent(in) bekommen von Bialystock und Bloom den Auftrag, das Musical am Broadway zu inszenieren, ohne zu wissen, dass sie den Auftrag eigentlich in den Sand fahren sollen. Für den Total-Flop sollen auch schlechte Schauspieler und das schlechteste Stück aller Zeiten sorgen.

Doch es kommt, wie es kommen muss - die "neue Neonazi-Show" wird ein riesiger Erfolg, und die beiden Produzenten stecken tief im Schlamassel. Während Bialystock ins Gefängnis wandert, verschwindet Bloom mit Ulla und dem von zahlreichen greisen Produzenten-Verehrerinnen erschnorrten Geld in Richtung Brasilien. Doch dabei wird es natürlich nicht bleiben - "there's nothing like a Broadway Show!"

Die Witze von Kalauerkönig Mel Brooks entfalten erst nach und nach ihre Wirkung, vor allem je absurder das Stück wird. Wenn dann die Hitler-Revue mit dem schwulen Führer und zahlreichen Showgirls in Naziuniformen und Panzerkostümen beginnt, die im Stechschritt über die Bühne tanzen, erinnert der Film dann tatsächlich schon sehr an eine Mischung aus "The Birdcage" und "To Be Or Not To Be" von Ernst Lubitsch. Die Wortspiele von Brooks sind im Englischen zwar auf jeden Fall amüsanter, die Chancen sind aber nicht "Göring", äh, gering, dass das Musical auch dieser Tage im Kino wieder ein Erfolg wird.

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