The Meg

Horrorthriller, USA 2018

The Meg

Eigentlich galt der Megalodon, der größte Hai der Welt, seit Jahrhunderten als ausgestorben. Dann wird vor der chinesischen Küste just ein solches Exemplar gesichtet – und Jason Statham muss mit ihm auf Tuchfühlung gehen.

Vor der chinesischen Küste taucht ein Riesenhai auf. Er greift eine Unterwasser-Forschungsstation an und versenkt sie. Der Taucher Jonas Taylor (Jason Statham) soll die Rettungsmission leiten. Der Forscher Dr. Mingway Zhang (Winston Chao) identifiziert das Tier als Megalodon – ein lebendes Fossil, der größte Hai, der jemals gelebt hat. Während Taylor an die Arbeit geht, macht der Hai die Küste unsicher: Bald schon gibt es erste Todesopfer unter den Badegästen.

Die TV-MEDIA-Kritik zu ‚The Meg‘

Das muss man den Machern von ‚The Meg‘ schon zugute halten: Mit langwierigen, um Plausibilität bemühten Einführungen halten sie sich erst gar nicht auf. Ohne Vorspann geht es in der kurzen, zeitlich vor der eigentlichen Geschichte angesiedelten Intro rasant zur Sache, wenn Jason Statham – wir sehen es zwar nicht, aber ahnen es – zum ersten Mal mit dem Megalodon Kontakt hat. Dieses Tempo hält der Film zunächst aufrecht, wobei man schon bei den Unterwasser-Sequenzen sieht, dass reichlich Geld für eine visuell beeindruckende Umsetzung (z. B. das detailverliebte, farbenprächtige Tiefsee-Biotop) vorhanden war. Dass der Monster-Hai erst nach gut einer halben Stunden seine Premieren gibt, ist ein genrebekannter Kniff und tut der Spannung durchaus gut. Wenn das Vieh dann in seiner ganzen Pracht die Leinwand füllt und humorlos so gut wie alles verspeist bzw. vernichtet, was ihm im Weg ist, wird dagegen eher der Effektfreund bedient als der Fan gepflegten Grusels.

Überhaupt muss man feststellen, dass sich der Horror aus zwei Gründen in Grenzen hält: Einerseits sind die Schnappeinlagen einfach zu vorhersehbar, als dass man erschreckt aus dem Kinosessel hochfahren würde, andererseits wurden Brutalitäten offenbar ganz bewusst auf ein Minimum beschränkt; wir empfehlen eine Altersfreigabe ab zwölf Jahren. Selbst bei ‚Der weiße Hai‘ floss seinerzeit deutlich mehr Kunstblut. Ein weiteres Manko von ‚The Meg‘ sind die zum Großteil unfassbar klischeebeladenen Dialoge, die nur selten von ironischen Sagern entschärft werden. Was den Cast betrifft: Jason Statham darf einmal mehr zeigen, dass man sich auch mit 49 (so alt war der heute 51-Jährige beim Dreh) noch stilsicher dem Sixpack annähern kann, ansonsten ist er genauso wenig gefordert wie die restlichen Darsteller, die – wenig überraschend – im mächtigen Schatten des „Meg“ stehen. Zumindes Rainn Wilson (‚Star Trek: Discovery‘) zeigt aber als exzentrischer Geldmann, dass er auch das Zeug für die große Hollywood-Comedy-Bühne hat.

Fazit: ‚The Meg‘ ist kurzweiliges Sommer-Blockbuster-Kino, das auf Logik pfeift, ungeniert große Vorbilder wie ‚Der weiße Hai‘, ‚Deep Blue Sea‘, ‚Jurassic World‘ oder ‚Abyss‘ abkupfert und in 2D und 3D gleichermaßen Spaß macht. Für die überwiegend platt-klischeehaften Dialoge und die handzahme Machart gibt es Punkteabzüge.

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