The Kids Are All Right

Komödie, USA 2010
Annette Benning und Julian Moore als Liebespaar

Annette Benning und Julian Moore als Liebespaar

Beim Stichwort Familie denken die meisten an klassische Vater-Mutter-Kind-Muster. Dass es auch ganz anders geht, zeigen die Hollywoodstars Julianne Moore und Annette Bening in Lisa Cholodenkos Familienfilm "The Kids Are All Right" wunderbar unaufgeregt und bei allem Drama auch komödiantisch.

Landschaftsgestalterin Jules (Julianne Moore) und Ärztin Nic (Annette Bening) leben als lesbisches Paar glücklich und zufrieden mit ihren zwei Kindern, der 18-jährigen Joni (Mia Wasikowska) und dem 15-jährigen Laser (Josh Hutcherson). Die Kids wachsen ohne Vater auf, der damals lediglich als Samenspender fungierte. Die Familienidylle wird auf die Probe gestellt, als die beiden Teenager Kontakt zu ihrem biologischen Erzeuger, dem Restaurantbesitzer Paul (Mark Ruffalo), suchen. Der fühlt sich verantwortlich und besucht die Familie immer häufiger. Das aber stört die souveräne Zweisamkeit von Jules und Nic gewaltig, vor allem, weil sich Paul sehr gut mit Jules versteht...

Von Anfang an ist klar, dass sich der Film an eine alte Lebenswahrheit hält: Eine Dreiecksbeziehung funktioniert auf Dauer nie. Eine oder einer muss gehen. Wer? Die Antwort auf diese Frage wird höchst vergnüglich präsentiert. Dabei sorgt der durchweg intelligente Humor für beste Unterhaltung, weit entfernt von eingefahrenen Denkmustern.

Julianne Moore und Annette Bening geben dem von zu viel Routine und einigen Irrtümern gebeutelten Liebespaar mittleren Alters wunderbar Kontur. Ihre entwaffnende Natürlichkeit nimmt wohl jeden sofort gefangen. Mark Ruffalo glänzt neben den beiden brillanten Schauspielerinnen ebenfalls mit einer vielfarbigen Charakterstudie.

Regisseurin Cholodenko war in der "sehr glücklichen Lage, mit Julianne und Annette arbeiten zu können. Sie wirken wie ein sehr lebendiges Paar auf mich", erklärte sie auf der diesjährigen Berlinale. Dass "The Kids Are All Right" zu einer Zeit veröffentlicht werde, in der sich in Bezug auf die Rechte von Homosexuellen in den USA einiges tue, sei "ziemlich gutes Timing. Ich habe das Gefühl, dass ich als Künstlerin meinen politischen Beitrag dazu leiste", so die Regisseurin. Für ihren Film konnte Cholodenko den schwul-lesbischen "Teddy Award" bei der Berlinale entgegennehmen.

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