The House That Jack Built

Thriller, Dänemark 2018

The House That Jack Built

Alles andere als ein Feelgood-Movie ist The House That Jack Built, die neue Gewaltoper des dänischen Filmemachers Lars von Trier. Darin begeht Matt Dillon als Serienkiller fünf bestialische Morde – und nimmt den Zuseher mit auf eine perverse Therapiestunde in die Abgründe der menschlichen Seele.

Lars von Trier gilt als Enfant terrible des europäischen Films. Die Werke des Dänen polarisieren und provozieren, und genau das will der 62-Jährige auch erreichen. Zuletzt ließ er sein Publikum 2013 in den Zweiteiler Nymphomaniac eintauchen, der sich mit dem ausschweifenden Sexleben seiner Protagonistin (Charlotte Gainsbourg) befasst und laut Kritikern den kreativen Irrsinn von Triers auf die Spitze treibt. Als ob der Titel seiner „Trilogie der Depression“ (Antichrist, Melancholia und eben Nymphomaniac) je etwas anderes verheißen hätte …

Nach sieben Jahren Cannes-Verbot: Von Trier schockiert wieder!

Nachdem er 2011 von den 64. Internationalen Filmfestspielen von Cannes ausgeschlossen wurde (Grund war eine ironische Äußerung, die ihn als vermeintlichen Sympathisanten Hitlers darstellte), durfte er heuer erstmals seit sieben Jahren wieder daran teilnehmen und sorgte mit seiner neuen Gewaltoper abermals für Schlagzeilen.

In The House That Jack Built spielt Matt Dillon (2006 oscarnominiert als bester Nebendarsteller in L.A. Crash) einen kunstbegeisterten Serienkiller, der Anfang der 70er-Jahre auf der Suche nach dem „perfekten Kunstwerk“ Morde verübt. Zum Großteil aus der Handkamera-Perspektive gefilmt, werden fünf davon der Seherschaft bis ins kleinste Detail gezeigt – unter den Opfern befinden sich neben der eleganten Uma Thurman auch Kinder! Der Bau des titelgebenden Hauses steht dabei übrigens nicht im Fokus, unterschwellig wird nur eine Verbindung zwischen den einzelnen Morden und der Person Jacks hergestellt.

An dieser Stelle weiter auf die Handlung des Films einzugehen, würde akute Spoilergefahr bedeuten – man sollte sich am besten selbst davon überzeugen, so man 153 Minuten lang im Kinosaal mitansehen kann, wie Dillon vor sich hin schlachtet, und nicht vorzeitig aus der Vorstellung flüchten muss (so wie ein nicht unbeträchtlicher Teil des diesjährigen Cannes-Publikums).

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