The Hole in the Ground

Horror, Irland, Belgien, Finnland 2019
The Hole in the Ground

The Hole in the Ground

Effizienter, dunkler Horror aus Irland.

Auf der Flucht vor ihrer wenig erfreulichen ehelichen Vergangenheit verschlägt es die junge Single-Mama Sarah (Seána Kerslake, eine echte Entdeckung) mit ihrem Sohn Chris (James Quinn Markey) in die Provinz. Noch schlimmer: in die Außenbezirke einer Kleinstadt, also echtes Nirgendwo. Auch die Beziehung zum Kleinen könnte besser sein, und prompt haut der nach einem Streit mit ihr ab. Er rennt in den nahen Wald und verschwindet spurlos.
Sarah sucht ihn natürlich, doch vergeblich. Alles, was sie findet, ist ein riesiges Loch im Boden des Waldes, das zu leben und sich zu bewegen scheint, dazu seltsame Geräusche von sich gibt. Als Chris kurz danach wieder heimkommt, und zwar ohne sichtbare Blessuren, scheint alles wieder gut. Doch schon bald bemerkt die Mutter, dass etwas mit ihrem Kind nicht stimmt. Chris zeigt immer öfter seltsames, ja bedrohliches Verhalten. Ist das wirklich noch ihr Sohn? Und welche Rolle spielt die verwirrte unheimliche Nachbarin (Kati Outinen), die vor einigen Jahren im Wahnsinn ihr Kind getötet hat? Sarah wird immer unsicherer: Läuft hier etwas grauenhaft schief und bahnt sich ein furchtbarer Horror an – oder ist sie einfach selbst am Rande der Paranoia?


Dieser kleine Satansbraten wird von James Quinn Markey perfekt – weil sehr zurückhaltend – gespielt. Zum Fürchten, der Kleine!

Es muss nicht immer Amerika sein, in diesem Fall gibt das ländliche Irland die Kulisse für erst subtilen, dann immer stärker wirkenden Horror. Regisseur Lee Cronin spielt zwar sichtbar gerne mit Symbolen (achten Sie auf das Thema Spiegel, das vom Anfang bis zum Schluss durchgezogen wird), hat aber ein sehr gutes Gefühl für Atmosphäre und eine effiziente, toll spielende Besetzung abseits des Star-Mainstreams.
Also Hut ab vor diesem Rookie am Regiestuhl, der hier seinen ersten Langfilm präsentiert – und am renommierten Sundance Film Festival mit viel Anerkennung und Applaus bedacht wurde. Fazit: In der Schwemme der Horrorfilme der letzten Zeit eindeutig eines der besseren Werke – gute Schreckmomente!

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