The Gunman

Action/Krimi, E/GB/F 2015
Jemand will den Ex-Söldner Jim Terrier umbringen

Jemand will den Ex-Söldner Jim Terrier umbringen

Sean Penn hat sich rargemacht in den vergangenen Jahren. Nach kleinen Rollen in Filmen wie "Das erstaunliche Leben des Walter Mitty", dem enigmatischen "The Tree of Life" oder "Gangster Squad" meldet sich Penn mit einer Hauptrolle zurück, in der er hie und da zeigen darf, was er alles drauf hat. In "The Gunman" gibt Penn einen ehemaligen Söldner, den sein Vorleben mit aller Brutalität einholt.

Jim Terriers (Penn) bisherige Vita ist nicht eben rühmlich. Jahrelang hat er sich als Söldner auf dem afrikanischen Kontinent verdingt, bis er, der auch ein geübter Scharfschütze ist, den Bergbauminister des Kongos ermorden soll. Nach dieser Tat muss Terrier nicht nur Afrika, sondern auch seine Geliebte zurücklassen. Acht Jahre später zieht es Terrier wieder in den Kongo, um Brunnen für eine Hilfsorganisation zu bauen - wohl auch, um sich ein wenig rein zu waschen von all seinen Sünden.

Die Vergangenheit aber ist unbarmherzig. In Form eines Killerkommandos holt sie Terrier ein. Knapp nur kann er überleben. Und will mithilfe von alten Freunden herausfinden, wer ihm nach dem Leben trachtet. Eine gefährliche Suche, die noch dadurch erschwert wird, dass Terrier unter rätselhaften Schwindelattacken und Gedächtnisverlust leidet.

"The Gunman" ist ein teils sehr brutaler Männer-gegen-Männer-Film, in dem Frauen bestenfalls am Rande vorkommen, darunter die Italienerin Jasmine Trinca. Am besten funktioniert der Film als Star-Vehikel, als Plattform für Sean Penn, der sich hier wieder in einer veritablen Hauptrolle präsentiert. Nicht zuletzt verblüfft der bald 55 Jahre alte Darsteller dabei mit einem Körper, an dem sich die Muskelberge nur so türmen. Es ist schon eine Weile her, dass Penn im Kino zeigen konnte, wie viel physische Präsenz er bei Bedarf bieten kann. Auch wenn seine Performance nicht immer ganz frei ist von (wohl) ungewollter Komik. In jedem Fall bemerkenswert aber ist das in einer spanischen Stierkampfarena ausgetragene Finale, das bei aller Dramatik und Ernsthaftigkeit auch so etwas wie Ironie zulässt.

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