The Green Hornet

Action/Krimi, USA 2011
Waltz als altgedienter Bösewicht

Waltz als altgedienter Bösewicht

Nach dem Vorbild der Superheldenfigur der "grünen Hornisse" aus einer Radioreihe der 30er Jahre hat der visuelle Traummeister Michel Gondry ("Vergiss mein nicht!") seinen ersten Blockbuster inszeniert - in 3D. Darin trifft Seth Rogen ("Beim ersten Mal"), als Zufalls-Held auf keinen geringeren als Oscar-Gewinner Christoph Waltz, einen eitlen Ober-Gangster in der Midlife Crisis.

Britt Reid (Rogan) ist der Sohn des mächtigsten Medienmoguls von Los Angeles. Er ist vollauf damit zufrieden, die Party-Szene aufzumischen. Doch als Britts Vater (Tom Wilkinson) auf mysteriöse Weise ums Leben kommt und er sein Medienimperium erbt, ändert sich sich sein Leben schlagartig. Britt freundet sich mit Kato (Jay Chou), einem Angstellten seines Vaters an. Die beiden fassen den Entschluss, etwas Sinnvolles zu tun - nämlich gemeinsam Verbrechen zu bekämpfen. Sie sind allerdings der Meinung, den Plan nur umsetzen zu können, wenn sie selbst zu Verbrechern werden. Sie schützen also das Gesetz, indem sie es brechen. Als "The Green Hornet" streift Britt gemeinsam mit Kato nachts durch die Straßen von L.A. Als Gefährt dient eine überlegene Retro-Waffe, the Black Beauty, ein unzerstörbares Auto. Sie beginnen Jagd auf den Mann zu machen, der die Unterwelt der Stadt beherrscht: Benjamin Chudnofsky (Waltz). Doch hat der altgediente Bösewicht bereits einen Plan, wie er "The Green Hornet" aus dem Weg räumen will.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein psychopathischer Bösewicht als Nebendarsteller der Hauptfigur die Show stiehlt. Heath Ledger hatte als Psycho-Clown Joker bereits Christian "Batman" Bale in "The Dark Knight" den Rang als wahrer Hauptdarsteller streitig gemacht, in "The Green Hornet" ist es mit Waltz nicht anders. Rogen gibt den unsympathischen, größenwahnsinnigen Neo-Helden fast zu passend - ungustiös und nervtötend ist sein Charakter ab der ersten Minute.

Michel Gondry, der Meister des "visual storytelling", bringt seine Handschrift in "The Green Hornet" leider viel zu selten ein. Ein kurzer Split screen hier, eine Szene mit überlagerten Ebenen da - und Johnny Cashs "Lone Rider" im Hintergrund als Anspielung auf den "Lone Ranger", dem Großonkel der grünen Hornisse aus der 30er-Jahre-Radioserie. Höhepunkt ist die von Gondry entwickelte "Katovision", bei der die Kamera hinter die Netzhaut von Kato fährt und ihn die Waffen des Gegners erkennen und in Slow Motion handeln lässt.

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