The Day After Tomorrow

Action/Drama, USA 2004
Emmerich (r.) mit seiner Crew

Emmerich (r.) mit seiner Crew

Roland Emmerich ist Spezialist für Katastrophen. In "Independance Day" (1995) ließ er Außerirdische die Erde überfallen, in "Godzilla" (1998) stapfte eine Riesenechse durch Manhattan. "The Day After Tomorrow" nun zieht seine Faszination aus einem Szenario, das die Menschheit tatsächlich einmal aus der Bahn werfen könnte.

Die weltweite Klimaveränderung lässt bei Emmerich die Polkappen schmelzen, der wärmende Golfstrom reißt ab, und eine neue Eiszeit überzieht die Erde. Bereits vor seinem Start sorgte der Film in den USA, die das Klimaprotokoll von Kyoto nicht unterschrieben haben, für hitzige Diskussionen.

Der Film selbst bietet eine Vater-Sohn-Geschichte mit spektakulären Bildern. Der Klimaforscher Jack Hall (Dennis Quaid) hat kaum Zeit, das Besorgnis erregende Ergebnis seiner Bohrungen im antarktischen Eis dem US-Präsidenten und seiner ignoranten Verwaltung zu unterbreiten, da bricht die verheerende Katastrophe schon los: Grapefruitgroße Hagelkörner prasseln auf Tokio nieder, Schnee bedeckt indische Städte, Tornados verwüsten Los Angeles, und auf New York schwappt eine riesige Flutwelle zu. Während die Nordamerikaner Richtung Mexiko flüchten, macht sich Hall auf den Weg nach New York, um seinen Sohn (Jake Gyllenhaal) zu retten.

Emmerich beherrscht das Spiel mit der Angst perfekt. Dieses Mal bietet er den Zuschauern allerdings kein Happy End. "Wenn ich dem Film ein Happy End verpasst hätte, dann würde man die Menschen ermuntern so weiterzumachen. Das würde jemandem wie Bush in die Hände spielen", meint Emmerich, der seinen Film ausdrücklich als politische Meinungsäußerung versteht. Und auch wenn Klimaforscher betonen, dass das in "The Day After Tomorrow" inszenierte Szenario einer neuen Eiszeit "wissenschaftlich nicht haltbar" ist: Ein Unbehagen bleibt, und damit hat Emmerich schon alles erreicht, was er wollte.

In TV und Kino finden: Dennis Quaid, Jake Gyllenhaal, Roland Emmerich

Kinotipps
Zwei wie Pech und Schwefel

„Zwei wie Pech und Schwefel“ [KINOTIPP]

Weil eine Schlägertruppe ihren neuen Strandbuggy demoliert hat, lassen Bud Spencer und Terence Hill die Fäuste sprechen

Kinotipps
Red Rocket

„Red Rocket“ [KINOTIPP]

Ex-Pornostar Simon Rex lässt Los Angeles hinter sich und geht zurück nach Texas

Kinotipps
Loving Highsmith

„Loving Highsmith“ [KINOTIPP]

Porträt der Krimiautorin Patricia Highsmith, die mit „Zwei Fremde im Zug" und „Der talentierte Mr. Ripley“ Weltliteratur schrieb

Kinotipps
The Lost City - Das Geheimnis der verlorenen Stadt

„The Lost City – Das Geheimnis der verlorenen Stadt“ [KINOTIPP]

Sandra Bullock, Channing Tatum, Brad Pitt und Daniel Radcliffe auf Abenteuerreise im Dschungel

Kinotipps
Alles ist gutgegangen

„Alles ist gutgegangen“ [KINOTIPP]

Nach dem Schlaganfall ihres Vaters müssen sich Sophie Marceau und Géraldine Pailhas mit dem Thema Sterbehilfe auseinandersetzen

Kinotipps
Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush

„Rabiye Kurnaz gegen George W. Bush“ [KINOTIPP]

Deutsch-türkische Mutter kämpft um die Freilassung ihres Sohnes aus dem Gefangenenlager Guantánamo!