The Company You Keep

Drama/Thriller, USA 2012
Robert Redford in einem spannenden Politthriller

Robert Redford in einem spannenden Politthriller

Ein Mann wird von seiner Vergangenheit eingeholt: Der Politthriller "The Company You Keep - Die Akte Grant" ist ein Film von und mit Robert Redford. Eine spannende Verfolgungsjagd, bei der der 76-Jährige der Gejagte ist.

Jim Grant rennt um sein Leben. Das FBI klebt ihm an den Fersen, denn der Anwalt hat vor mehr als 30 Jahren der linksradikalen Bewegung der Weathermen angehört, die mit gewalttätigen Aktionen das amerikanische System bekämpften. Ein junger ehrgeiziger Journalist hat die wahre Identität des mittlerweile ergrauten Familienvaters ans Tageslicht gebracht. "The Company You Keep - Die Akte Grant" ist ein typischer Robert Redford-Film. Er handelt vom Kampf um Freiheit und Wahrheit. Der Film, in dem der 76-Jährige die Hauptrolle des Anwalts spielt, ist ein klassisches Katz-und-Maus-Spiel, bei dem Redford zeigt, dass er sein Handwerk sowohl als Schauspieler als auch Regisseur beherrscht.

Der Film ist nach dem gleichnamigen Roman von Neil Gordon entstanden. Er handelt von einer historisch verbürgten Untergrundbewegung der Weathermen, später auch Weather Underground genannt. Die linksradikale Studentengruppe ging während des Vietnamkriegs zu gewalttätigen Aktionen gegen die Machtpolitik des amerikanischen Staates über. Ihr Kampf galt den Institutionen. Bei einem der Angriffe gingen sie jedoch zu weit. Bei einem Raubüberfall, der in der Realität so jedoch nicht stattgefunden hat, töteten sie einen Wachmann.

Redford strickt eine klassische, aber spannende Verfolgungsjagd. Eines der Mitglieder, inzwischen Mutter zweier erwachsener Kinder, bricht nach 30 Jahren ihr Schweigen und redet. Ihre Verhaftung sorgt für Aufsehen und weckt die Neugierde des jungen ehrgeizigen Journalisten Ben Shepard (Shia LaBeouf), der sich näher für die untergetauchten Mitglieder interessiert. Bei seinen Recherchen entdeckt er die falsche Identität des angesehenen Anwalts Grant.

Wie weit darf Revolution gehen, wie stehen ehemalige Aktivisten zu ihren früheren Idealen und ihrem Kampf? Heiligt der Zweck die Mittel? Der Film stellt zahlreiche Fragen, die nicht neu sind. Doch Redford stellt sie ohne moralisierenden Zeigefinger und macht aus den Widerstandskämpfern weder Helden noch Opfer. Ihm geht es um den Kampf für Freiheit, für den seine Figuren auch bereit sind, ins Gefängnis zu gehen. Frei und authentisch zu bleiben sei eines seiner Lebensziele, sagte Redford vor wenigen Wochen in einem Interview mit der französischen Wochenzeitung "Télérama": "Ich will zeigen, was das Individuum an seiner Freiheit hindert", erklärte der Schauspieler.

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