The Boss Baby

Komödie/Family, USA 2017

Wer ist hier der Boss?

Rivalität unter Geschwistern ist die Grundidee des neuen, überdreht-witzigen Animationsfilms aus dem Hause DreamWorks

Als die Idee einer Verfilmung des Bilderbuchs The Boss Baby bei DreamWorks langsam Form annahm, bekam Regisseur Tom McGrath den Auftrag, nach der hocherfolgreichen ‚Madagascar‘-Trilogie und ‚Megamind‘ sein mittlerweile fünftes 3D-Abenteuer für das Animationshaus zu realisieren, das auch milliardenschwere Filmreihen wie ‚Shrek‘, ‚Kung Fu Panda‘ und ‚Drachenzähmen‘ leicht gemacht hervorgebracht hat.

Seit 1998 hat DreamWorks Animation, das im Vorjahr um 3,8 Milliarden Dollar vom US-Kabelanbieter Comcast gekauft wurde, 27 Animationsfilme veröffentlicht. Dank ‚Shrek‘ & Co galt das Studio in Sachen Qualität und Boxoffice lange als größter Konkurrent von Disney-Pixar. Nach einer schmerzlichen Flopserie mit ‚Turbo‘, ‚Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman‘ sowie ‚Die Pinguine aus Madagascar‘ konnte das Animationsstudio mit Filmen wie ‚Home‘, ‚Kung Fu Panda 3‘ und ‚Trolls zuletzt‘ wieder einige ansehnliche Erfolge verbuchen. Ein Trend, der sich mit ‚The Boss Baby‘ durchaus fortsetzen könnte.

Darum geht's in ‚The Boss Baby‘:

Im Mittelpunkt der Geschichte steht der siebenjährige Tim. Der Bub hat eine glückliche Kindheit und genießt als Einzelkind die volle Aufmerksamkeit seiner Eltern, die ihm quasi jeden Wunsch von den Augen ablesen. Doch das ändert sich schlagartig, als ein Taxi eines Tages ein Baby ins Haus liefert, das ihm die Eltern als "neuen kleinen Bruder" vorstellen. Die Eltern sind ganz hingerissen vom putzigen Familienzuwachs, doch Tim ist skeptisch und auf Anhieb eifersüchtig. Und das erst recht, als sein in einen Anzug gewandetes Brüderchen Mama, Papa und ihn mit seinem Geschrei zu jeder Tages-und Nachtzeit auf Trab hält.

Als Tim eines Nachts vergeblich auf sein gewohntes Gute-Nacht-Ritual - eine vorgelesene Geschichte, Gute-Nacht-Song und Kuscheln - wartet, läuft er ins Wohnzimmer, wo er seine erschöpften Eltern schlafend vor dem Fernseher vorfindet. Jetzt sagen sie ihm wegen des Windelträgers nicht einmal mehr gute Nacht! Als Tim wieder in Richtung Bett schlurft, hört er aus dem Zimmer seines Bruders eine erwachsene Stimme.

Er öffnet die Tür seines Kinderzimmers einen Spalt -und traut seinen Augen nicht: Es ist das Baby, das da telefoniert! Als sein Bruder Tim bemerkt, versucht er gar nicht erst, sich weiter zu verstellen. Er stellt sich Tim als Agent der Baby Corporation vor, die Tag für Tag unzählige Babys an Familien ausliefert. Die Mission von The Boss Baby ist simpel: Babys bekommen seit geraumer Zeit nicht mehr genug Liebe. Und schuld daran ist der windige Geschäftsmann Francis E. Francis (Steve Buscemi), dessen Unternehmen süße kleine Welpen unter das Volk bringt. Also schlägt das Baby Tim einen Deal vor: Wenn er ihm hilft, Francis zu stoppen, verspricht es, nach seiner Mission wieder zu verschwinden. Klar, dass Tim darauf einsteigt.

Unsere Meinung zu ‚The Boss Baby‘:

Wie üblich ist auch das neue DreamWorks-Opus liebevoll animiert - und besticht zudem mit einer originellen Story und erstaunlich vielen Gags, die aber ob des überdrehten Tempos nicht alle zünden. Eltern und Kindern sollte bei ‚The Boss Baby‘ trotzdem nie langweilig werden - und so mancher Bub könnte seinen eigenen Bruder nach Genuss des Films sogar mit etwas anderen Augen sehen.

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