The Black Dahlia

Drama/Krimi, D/USA 2006
Scarlett Johansson zwischen den Männern

Scarlett Johansson zwischen den Männern

Als "The Black Dahlia" kürzlich das Filmfestival von Venedig eröffnete, waren die Kritiker gespannt wie selten. Starregisseur Brian de Palma wagte sich nämlich endlich wieder mal an einen großen Stoff heran: es geht um Leidenschaft, Sex und Mord, die Filmdiven Scarlett Johansson und Hilary Swank tun in dem 40er-Jahre-Thriller ihr Übriges.

Los Angeles, 1947: Die Metropole wird von dem bestialischen Mord an einem jungen, bildschönen Filmsternchen erschüttert. Die Leiche der jungen Frau ist derartig zugerichtet, dass nicht einmal Fotos veröffentlicht werden dürfen. Mit der Aufklärung werden zwei junge und schöne Polizisten beauftragt (gespielt von den beiden männlichen "Hollywood-Sexsymbolen" Josh Hartnett und Aaron Eckhart), die in der Freizeit zudem Boxer sind und sich bereits im Ring aufs grässlichste verprügelt haben.

Je tiefer die beiden bei ihren Ermittlungen vordringen, um so mehr laufen die Dinge auseinander - und zwei junge Frauen geraten immer mehr ins Blickfeld. Scarlett Johansson, die Freundin eines der Polizisten, die aber auch sonst gerne mit Männern spielt, und Hilary Swank, die Schöne, die in gefährlicher und mysteriöser Nähe zum Mordopfer stand.

Solche Frauenrollen liebt das Kino: "Frauen, die Männer schwach werden lassen, um sie zu Sklaven zu machen - es genügt ein dunkler Blick, ein Ring aus Zigarettenrauch, langsam in die Luft geblasen", schwärmte ein Kritiker. Und diese Rolle ist Scarlett Johansson seit "Match Point" ja wie auf den Leib geschneidert.

Mit der Zeit verstrickt sich im Film alles in Widersprüche und Lügen, die Irrungen und Wirrungen verursachen beim Zuschauer immerwährende Täuschungen und Unklarheiten. Obsession und Sex, eine Frau zwischen zwei Männern, plus Korruption und Verbrechen - und noch dazu spielt die Handlung in den 40er Jahren, als Männer noch mit Hut und Anzug auf die Straße gingen und Frauen auch im Alltag hautenge Kostüme trugen. All dies nutzt de Palma professionell aus, zahlreiche Szenen sind eine Augenweide, besonders wenn "das Biest" mit den Männern spielt. Kinoherz, was willst du mehr?

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