The Artist

Romanze/Komödie, F/B 2011
Ein neues Kinotraumpaar ganz ohne Worte

Ein neues Kinotraumpaar ganz ohne Worte

Keiner wollte ihn erst drehen. Nun räumt der Stummfilm "The Artist" alle großen internationalen Kinopreise ab. Fehlt nur noch der Oscar.

Nur allein an Uggie kann es nicht liegen, auch wenn der niedliche Jack-Russel-Terrier fürs Männchenmachen und Totstellen die Jurys der bedeutendsten internationalen Filmpreise begeistert. Der Stummfilm "The Artist" räumt ab. Zuletzt drei Trophäen bei der Verleihung der Golden Globes am 16. Jänner. Nun fehlt auf der Liste der eingeheimsten Auszeichnungen noch der Oscar. Für einen Film, den zunächst niemand drehen wollte, ein Erfolg, der sprachlos macht.

"The Artist" braucht keine Worte, um zu gefallen. In dem unterhaltsamen Stummfilm geht es um das Schicksal des Hollywood-Stummfilmstars der 20er Jahre George Valentin (Jean Dujardin). Auf dem Höhepunkt seiner Karriere begegnet der Frauenschwarm der Statistin Peppy Miller (Bérénice Béjo). Völlig von seinem Ruhm verblendet will er das Auftauchen des Tonfilms nicht wahrnehmen, dessen neuer Star das einstige Starlett Peppy wird. Der Abstieg Valentins ist unaufhaltsam. Eine elegante melodramatische Komödie, die durch das hervorragende Spiel der beiden Protagonisten auch ohne Worte die tiefsten menschlichen Gefühle zum Vorschein bringt. Mit drei Golden Globes ausgezeichnet und mit großen Oscar-Chancen.

Die Zukunft des Kinos leuchtet eigentlich in 3D. Doch statt Hightech triumphiert nun ein Film ohne Dialoge und ganz in Schwarzweiß. "The Artist" mutet anachronistisch an. Dennoch wird er mit Auszeichnungen und Nominierungen überschüttet. Drei Nominierungen bei den SAG-Awards, zwölf Nominierungen für die British Academy Film Awards - die wichtigste britische Filmauszeichnung -, eine Goldene Palme in Cannes für Jean Dujardin als bester Schauspieler. Und nicht zu vergessen: den Palm Dog Award für Uggie.

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