The Accountant: Wenn Jason Bourne Buchhalter wäre

Action/Krimi, USA 2016

Buchhalter Christian arbeitet eigentlich für die Unterwelt

Oscar-Gewinner Ben Affleck tut es erneut: Im Actionthriller "The Accountant" liefert er in der Rolle des Profikillers und autistischen Mathematikgenies Christian Wolff ein hochgradig spannendes Stück Schauspielkunst ab.

Schon als Kind war Christian Wolff (Ben Affleck) ein autistisches Zahlengenie mit fotografischem Gedächtnis, aber unfähig zu menschlichen Beziehungen. Und wehe, er kann eine begonnene Arbeit nicht vollenden. Dann dreht er durch. Sein Vater ist ein harter Knochen bei der Army, der Christian und seinen Bruder an ihre körperlichen Grenzen schleift und kleine Überlebensmaschinen aus ihnen macht. 30 Jahre später hat Wolff das Beste daraus gemacht. Durch Medikamente und Schmerz-/Lärmtherapien knapp alltagstauglich, ist der Autist Steuerberater und Buchhalter geworden. Ein kleiner Fisch -nach außen. Tatsächlich führt er die Bücher für das organisierte Verbrechen. Er hat alles in seinem Kopf, nichts auf Papier, also perfekt. Trotzdem ist ihm der traumatisierte Schatzamtsbeamte Ray (J. K. Simmons) auf der Spur; er erpresst die Beamtin Medina (C. Addai-Robinson), ihn mit allen Mitteln zu finden. Wirklich gefährlich wird es für Wolff allerdings, als er im Konzern des Robotik-Pioniers Black (J. Lithgow) den Job annimmt, gemeinsam mit Buchhalterin Dana (A. Kendrick) nach verschwundenem Geld zu suchen. Plötzlich sind Killerkommandos hinter allen her, die damit zu tun haben, auch hinter Dana. Doch da zeigt sich, dass Wolff nicht nur mit Zahlen, sondern auch mit Tötungstechniken aller Art virtuos umgehen kann

Endlich ist Ben Affleck auf Augenhöhe mit Kumpel Matt Damon: mathematisch brillant wie Good Will Hunting, ein Kämpfer wie Jason Bourne - was hätte man aus der Grundidee plus den tollen Figuren alles machen können! Leider entgleiten diese Regisseur Gavin O'Connor immer wieder, er verliert sie gern zugunsten cooler Bilder, Rückblenden und viel Gerede aus dem Fokus. Dann aber fetzen Action und Spannung wieder voll. Fazit: nicht perfekt, aber okay für Genrefans.

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