Terminator: Genisys

Action/Abenteuer, USA 2015

In TV und Kino finden: Arnold Schwarzenegger, Emilia Clarke, Jai Courtney, Jason Clarke, Alan Taylor

"I'll be back!"

"I'll be back!"

"I'll be back" versprach Arnold Schwarzenegger als "Terminator" schon 1984. Nun schlüpft der Hollywoodstar mal wieder in seine berühmte Rolle. Und austeilen - das kann er trotz seiner 67 Jahre auch in "Terminator: Genisys" noch.

Gut 30 Jahre ist es her, dass Arnold Schwarzenegger als muskelbepackte Kampfmaschine das Kino eroberte: Als "Terminator" kämpfte sich der ehemalige Bodybuilder aus Österreich durch das Science-Fiction-Spektakel - und schaffte so den Durchbruch als internationaler Filmstar. Vor allem aber setzte das Werk von Ausnahmeregisseur James Cameron Maßstäbe im Science-Fiction-Genre und entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Kultfilme. "I'll be back" versprach Schwarzenegger schon damals, und tatsächlich gab es bereits einige Fortsetzungen. Nun folgt Teil fünf. In "Terminator: Genisys" ist Schwarzenegger zwar nicht mehr der Jüngste, zulangen kann er aber immer noch - und kokettiert ironisch mit dem Alter.

Los geht es im Jahr 2029, als Roboter-Maschinen längst die Menschheit unterworfen haben und über die Welt herrschen. Der charismatische John Connor aber probt mit anderen Rebellen erfolgreich den Aufstand und will die Vormacht der Maschinen brechen. Die Roboter jedoch haben längst einen Killer - den Terminator - in die Vergangenheit geschickt, um zu verhindern, dass Connor überhaupt geboren wird. Seine Mutter ist also in größter Gefahr und deswegen reist der junge Kämpfer Kyle ins Jahr 1984, um die Frau zu retten. Doch da ist nichts wie erwartet...

Wenn dann noch eine weitere Zeitebene dazukommt, verlieren viele Zuschauer sicher irgendwann den Überblick, was wann wo genau passiert. Aber wirklich wichtig ist das auch nicht, um der Geschichte von "Terminator: Genisys" folgen zu können. Stattdessen sorgen gerade diese verschiedenen Zeitebenen für die originellsten Momente: Wenn etwa Kyle seinem Alter Ego im Kindesalter gegenübersteht, oder der erwachsene Connor seine noch nicht einmal schwangere Mutter begrüßt.

Vor allem aber ist es das Zusammentreffen der verschiedenen Schwarzenegger-Figuren, das für einiges Augenreiben sorgt. Schließlich hatte der "Terminator" im ersten Film noch den Auftrag zu töten. Seitdem aber ist er auf die Seite der Guten geschwenkt - und deswegen löscht der gealterte Terminator kurzerhand sein böses, jüngeres und deutlich muskulöseres Ich aus.

Eingefleischte "Terminator"-Fans werden bei dem Kampf der Menschen gegen die Maschinen sicher ihre Freude haben. Immerhin werden nicht nur Ereignisse und Figuren früherer Filme zitiert und wiederbelebt, sondern auch Fragen erörtert, die sich viele schon lange gestellt haben: Was wäre etwa, wenn die Geschichte 1984 einen ganz anderen Ausgang genommen hätte?

Dabei kommt die Action natürlich nicht zu kurz und so rumst und knallt es hier wieder, wenn der durchtrainierte Jai Courtney alias Kyle mit der hübschen, aber durchaus auch toughen Emilia Clarke ("Game of Thrones") als Noch-nicht-Mutter Sarah durch San Francisco hetzt. Sie müssen sich aus der Polizeigewalt befreien, und als ihr Waffenlager im wahrsten Sinne des Wortes auffliegt, fliehen sie im Schulbus; Hängepartie und Rettung in letzter Sekunde von einer Brücke inklusive.

Wie gut, dass es den erfahrenen Terminator Schwarzenegger gibt. Mit grauen Haaren und ziemlich faltiger Haut strahlt der 67-Jährige nicht nur Erfahrung aus, sondern gibt auch den väterlich-fürsorglichen Alleskönner. Er fährt das Fluchtauto, besorgt die Waffen und zieht die jüngeren Helden an einer Hand vom Abgrund. "I'm old, not obsolete", stellt der sonst eher wortkarge Kämpfer daher gleich zu Beginn klar. Alt ist er, ja. Aber noch lange nicht überflüssig. Und deswegen kündigte der Ex-Gouverneur Kaliforniens kürzlich in Berlin auch schon an: "I'll be back". In Pension geht der Terminator eben trotz seiner 67 Jahre nicht.

Kinotipps
Wanda, mein Wunder

Wanda, mein Wunder [KINOTIPP]

Polin Wanda hilft einer wohlhabenden Schweizer Familie – aber nicht ohne Hoppalas

Kinotipps
Benden Ne Olur?

Benden Ne Olur? [KINOTIPP]

In dieser türkischen Romantikkomödie will’s eine junge Frau (Hazal Kaya) allen zeigen!

Kinotipps
Pleasure

Pleasure [KINOTIPP]

Die schwedische Filmemacherin Ninja Thyberg wirft einen schonungslosen Blick auf ein männerdominertes Business um Lust, Gewalt ...

Kinotipps
Nightmare Alley

Nightmare Alley [KINOTIPP]

Der zweifache Oscar-Preisträger und Regisseur Guillermo del Toro präsentiert sein starbesetztes neues Meisterwerk

Kinotipps
Krieg und Frieden

Krieg und Frieden [KINOTIPP]

Bildgewaltige Vermilmung des Leo-Tolstoy-Klassikers von 1956

Kinotipps
Sing - Die Show Deines Lebens

Sing – Die Show deines Lebens [KINOTIPP]

Nachschlag zum Animations-Hit von 2016