Ten

Drama/ , F/IR/USA 2002
Offene Gespräche hinter verschlossenen Autotüren

Offene Gespräche hinter verschlossenen Autotüren

"Ten" heißt der bereits 2002 gedrehte Episodenfilm des Iraners Abbas Kiarostami. Der in Cannes und Venedig ausgezeichnete Regisseur konnte zuletzt mit dem Amok-Drama "Crimson Gold" überzeugen. In diesem Vorgängerfilm widmet er sich kleinen Geschichten dem Leben iranischer Frauen.

Kiarostami baut die Episoden in den Rahmen eines Roadmovies ein. Eine junge Mutter fährt mit ihrem Sohn zum Schwimmbad. Er ist unglücklich, weil sie sich von seinem Vater scheiden hat lassen. Auf dem Weg durch Teheran gesellen sich verschiedene Frauen zu den Beiden und erzählen über ihre eigenen Erfahrungen mit Ehe, Liebe, Erziehung und Religion.

So steigt die Schwester der Mutter zu, dann eine Freundin und einige fremde Frauen - eine ältere Dame und eine Prostituierte. Sie alle erzählen ihre eigenen Geschichten - über Abhängigkeiten, Enttäuschungen aber auch über die glücklichen Momente des Lebens. Keine große Konversation, keine Kontroversen, in einem Countdown werden zehn Episoden im emotionalen Leben von sechs Frauen entsponnen. Einfach und wirkungsvoll.

Obwohl der 1940 in Teheran geborene Kiarostami schon seit 1970 Filme dreht, wurde er demm europäischen Publikum erst Ende der achtziger Jahre bekannt. Er etablierte sich mit einer Filmtrilogie, die zwischen 1987 und 1994 nach einem eigenen Buch entstand. Der endgültige Durchbruch gelang ihm 1997 mit dem Gewinn der Goldenen Palme von Cannes für "Der süße Geschmack der Kirschen". Zwei Jahre später wurde er bei den Filmfestspielen von Venedig für "Le vent nous emportera" mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet.

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