TDR - The Devil's Rejects

Action/Krimi, USA/D 2005
Sympathische Gesellen machen eine Wanderung

Sympathische Gesellen machen eine Wanderung

"Fick dich? Das sagen sie alle, aber genützt hat's noch keinem!" Schnell wird klar, was einen bei Rob Zombies zweiter Regiearbeit "The Devil's Rejects" erwartet. Der Black Metal-Musiker - einst Front-Sänger der White Zombies - beweist in der Fortsetzung des Horrorfilms "Haus der 1000 Leichen" erneut seine Vorliebe für Blut und Beuschel.

Die Geschichte ist schnell erzählt: Die blutrünstige Familie Firefly, die schon im ersten Film ihre Vorliebe für's Morden und Quälen unter Beweis gestellt hat, wird von Sheriff Wydell (William Forsythe) und seiner Truppe auf ihrer Ranch heimgesucht und zum Teil getötet. Nur die Geschwister Otis (Bill Moseley) und Baby (Sheri Moon Zombie, seit zwölf Jahren mit Rob liiert) können entkommen und fliehen mit ihrem inzwischen dazugestoßenen Vater Captain Spaulding (Sid Haig) quer durch die Wüste. Wydell begibt sich auf die Jagd und geht bei seinem Streben nach Rache für den Tod seines Bruders ebenso kaltblütig vor wie die Fireflys - bis es zum großen Showdown kommt.

In "The Devil's Rejects" (etwa "Die Ausgespuckten der Hölle") flimmert die Luft über den sandigen Straßen, schließlich spielt das Road-Movie à la "Bonny & Clyde" irgendwo in einer Wüstengegend in Amerika, typischer B-Movie-Humor wird gepflegt. Wenn eine Geisel bei ihrer Flucht von einem Lastwagen überfahren wird und einen ganzen Haufen Blut und Innereien auf dem Asphalt hinterlässt, sagt Sheriff Wydell nur kühl: "Das sind die unangenehmen Eigenschaften eines 40-Tonners..."

Robert Cummings alias Rob Zombie, der sich bei seinen Musik-Videos selbst das Regie-Führen beigebracht hat, verweist in den Produktionsnotizen auf Vorbilder wie Italo-Western der 70er-Jahre oder Klassiker wie "The Texas Chainsaw Massacre" (Tobe Hooper) und "The Wild Bunch". So etwas schaffte er zwar nicht ganz, ihm ist allerdings ein leuchtendes Beispiel für einen klassischen Schundfilm gelungen, den wohl vor allem Genre-Fans zu schätzen wissen.

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