Super-Hypochonder

Komödie, F/B 2014
Danny Boon ist der "Super-Hypochonder"

Danny Boon ist der "Super-Hypochonder"

In Frankreich kennt jeder sein Gesicht, hierzulande jeder seinen Dialekt: Mit "Willkommen bei den Sch'tis" landete der französische Schauspieler, Regisseur und Komiker Dany Boon 2008 einen europaweiten Kino-Hit. In seiner neuen Komödie "Super-Hypochonder" widmet er sich der Angst vor Bazillen - und spielt damit fast sich selbst, wie Boon anlässlich der Premiere in Wien verriet.

Für Romain Faubert (Boon) ist die Mikrobe der Feind und sein geduldiger Arzt Dimitri Zvenka (Kad Merad) der beste Freund. Mit beinahe 40 Jahren und panischer Angst vor jeglichen Bazillen und Berührungen fällt Romain die Suche nach der großen Liebe dementsprechend schwer. Um seinen anstrengendsten Patienten loszuwerden, will Dimitri ihn mit einem Ausflug in eine Krankenstation für Flüchtlinge am Hafen einer Schocktherapie unterziehen. Doch durch eine abstruse Verwechslung hält Dimitris hübsche Schwester Anne (Alice Pol) dort den eingebildeten Kranken für den heldenhaften Revolutionsführer Anton Miroslav aus ihrer Heimat Tscherkistan und nimmt ihn mit nach Hause. Romain vergisst in der Verliebtheit glatt auf seine Phobien - und das Versteckspiel beginnt.

Mit "Super-Hypochonder" tritt Dany Boon bereits zum vierten Mal als Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller zutage und holt mit Kad Merad ("Willkommen bei den Scht'is") und Alice Pol ("Der Nächste, bitte") seine ehemaligen Co-Stars vor die Kamera. Die Titelfigur sei ihm sehr ähnlich, "auch wenn ich nicht ganz so verrückt bin", so Boon im APA-Gespräch anlässlich der Filmpremiere zum Auftakt des Festival du film francophone im Wiener Gartenbaukino. Sein Arzt und enger Freund habe ihn mit der Aussage zum Drehbuch inspiriert, dass "Schauspieler sich speziell schwer damit tun, Patienten zu sein". "Wir glauben, wir wüssten alles und hätten alles unter Kontrolle und sobald wir ein Symptom haben, geben wir es in unsere Smartphones ein", so der 47-Jährige, der sich selbst sehr oft die Hände wäscht und zweimal jährlich Vorsorgeuntersuchungen unterzieht, "mit Röntgen und allem drum und dran".

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