Super 8

Science Fiction/Thriller, USA 2011
Einen Film zu drehen kann gruselig sein

Einen Film zu drehen kann gruselig sein

"Super 8" ist perfektes Team-Work: Produzent Steven Spielberg liefert den sentimentalen Touch, J.J. Abrams, Schöpfer der Mystery-Serie "Lost", sorgt als Drehbuchautor und Regisseur für Action und Spannung. Das Ergebnis ist nostalgischer Science-Fiction-Spaß.

Schauplatz von "Super 8" ist eine amerikanische Kleinstadt im Jahr 1979. Sechs Teenager schleichen sich nachts heimlich aus dem Elternhaus, um eine wichtige Szene für ihren Super-8-Zombiefilm zu drehen. Dabei werden sie Zeugen von einem mysteriösen Zugunglück, bei dem ein unheimliches Alien freigesetzt wird. Die Kamera rollt weiter, als sie selbst in panischer Angst vor der wuchtigen Explosion Reißaus nehmen.

1979 war J.J. Abrams 13 Jahre alt, genau wie seine Protagonisten. "Die Inspiration für den Film kam aus meiner eigenen Kindheit, als ich mit meinen Freunden richtig schlechte Filme drehte", erzählte der Regisseur im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa. Sie hätten damals mit vielen Ideen herumexperimentiert und die Welt der Erwachsenen unter die Lupe genommen.

Seltsame Sachen passieren in dem Städtchen Lillian. Erst laufen die Hunde weg, dann verschwinden Automotoren und Küchengeräte, schließlich werden unbescholtene Einwohner Opfer unerklärlicher Vorfälle. Das Militär winkt ab. Aliens gibt es nicht, dennoch wird plötzlich der ganze Ort evakuiert.

Dem dicklichen Charles (Riley Griffiths) passt das Chaos bestens in den Kram. Wie ein kleiner Orson Welles dreht er seinen Zombiefilm unbeirrt weiter. Der schüchterne Joe (Joel Courtney) ist für Make-Up und Spezialeffekte zuständig. Er verliebt sich prompt in die blonde Hauptdarstellerin Alice (Elle Fanning), der er beim Schminken langsam näher kommt.

Als Alice spurlos verschwindet spitzt sich die Grusel-Action zu. Doch J.J. Abrams verliert sich nicht in bloßen Horrorbildern. Dazu hat er als Kind zu viele Spielberg-Filme gesehen und sich die Handschrift seines Idols zu eigen gemacht. Wie bei "E.T. - Der Außerirdische" und "Unheimliche Begegnung der dritten Art" haben auch Aliens Gefühle.

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