Suburra: Eine Stadt im Teufelskreis der Gewalt

Krimi/Drama, I/F 2015

Erste und einzige Regel: Leg dich nicht mit der Mafia an

Sieben brutale Tage in Rom: Der Mafia-Thriller ist eine Art Pilotfilm für eine neue Netflix-Serie

Darum gehts in ‚Suburra'

In einem Nebensatz einer Szene mitten in ‚Suburra‘ sagt ein Gangster zu einem Mann, den er soeben in ein Verbrechen ziehen will: „Du musst auch Dreck am Stecken haben, damit du nicht zu den Bullen rennst." - Jeder einzelne Protagonist in diesem Film hat Dreck am Stecken, und es sind nicht wenige Charaktere. Denn Suburra ist ein Ensemblefilm ohne Helden; dass fünf, sechs Figuren sich hier gleichberechtigt gegenüberstehen, hat seinen Grund: ‚Suburra‘ mag ein eigenständiger Kinofilm sein, zugleich ist er eine Art Pilot für eine Serie, die heuer noch exklusiv auf Netflix zu sehen sein wird. Als erste italienische Produktion für den Streamingdienst im Übrigen.

Es geht um ein Riesenprojekt in Ostia, Hafenviertel von Rom, wo eine Art Las Vegas entstehen soll. Die Mafia ist die treibende Kraft, die Politik ist involviert, die Gangsterbande eines skrupellosen „Zigeuners“ mischt mit, ja sogar ein ehrwürdiger Mann Gottes im Vatikan gibt seinen Segen. Innerhalb der sieben Tage, in denen Suburra spielt, werden Intrigen gesponnen, und es fließt Blut. Viel Blut.

Unsere Meinung zu ‚Suburra'

Die Gewaltausbrüche sind dosiert, Regisseur Sollima legt viel Wert auf präzise Erzählweise, überhastet nichts, er gönnt seiner Geschichte Zeit. Behält er das Niveau bei, kann man sich auf die Serie freuen. Übrigens: Suburra beruht auf einem Roman von zwei Autoren, die im Brotberuf Richter bzw. Investigativjournalist sind. Die Handlung ist also nicht an den Haaren herbeigezogen. Fesselnd.

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