Stilles Chaos

Drama/Romanze, I/GB 2008
Langsam öffnet sich Pietro der Welt

Langsam öffnet sich Pietro der Welt

Als Pietro (Nanni Moretti - diesmal "nur" als Schauspieler) eines Tages nach Hause kommt, findet er seine Frau tot vor. Der Sommer vergeht - und als seine kleine Tochter wieder zur Schule muss, begleitet er sie selbst bis zum Schultor. Dort setzt er sich auf eine Bank und wartet fortan jeden Tag auf sie. "Stilles Chaos" ist ein melancholisches Märchen über die Trauer und die Liebe.

Eine Bank im Park vor einer Volksschule in Rom, das ist der zentrale Schauplatz des Streifens. Nach dem plötzlichen Tod seiner Frau wartet der vielbeschäftigte Manager Pietro (Moretti) täglich solange auf der Bank, bis seine kleine Tochter wieder aus der Schule kommt. Ein Ritual, das er Tag für Tag, Wochen über Wochen wiederholt. In seinem Schmerz ist er wie gelähmt, doch gerade das statische Warten macht für Pietro die Trauer erträglicher.

Sein Büro verlegt Pietro auf die Bank, seine verrückte Schwägerin (gespielt von der wunderbaren Valeria Golino), sein Bruder oder auch völlig fremde Personen kommen vorbei und schütten ihm ihr Herz aus. Langsam verwandelt sich sein verborgener Schmerz in Zuneigung zu den anderen und sich selbst.

Italiens Filmstar Nanni Moretti zeigt in seinem neuen Film "Stilles Chaos" ("Caos calmo") wieder einmal, wofür ihn das Publikum liebt: Ausdruck ohne Aufdringlichkeit und ein exaktes, aber leises Schauspiel. Bei der Verfilmung von Sandro Veronesis Erfolgsroman hat Moretti diesmal "nur" die Hauptrolle gespielt und das Drehbuch geschrieben. Regie führte der Italiener Antonello Grimaldi - aus gutem Grund: "Moretti wollte die Regie diesmal nicht machen, weil er meinte, dass er bei diesem Stoff die ganze Konzentration für das Spielen brauche", so Grimaldi im Gespräch mit der APA.

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