Star Trek

Action/Abenteuer, USA/D 2009
Zoe Saldana als blutjunge Lieutenant Uhura

Zoe Saldana als blutjunge Lieutenant Uhura

Nach "X-Men Origins: Wolverine" kommt schon das nächste Prequel ins Kino. Die wohl am meisten erwartete "Vorgeschichte" eines Dauerkinohits kommt aus dem Weltall: "Star Trek" ist zurück! Das neueste Werk der Saga geht zurück zu den Anfängen des berühmten Raumschiff Enterprise und spielt vor der ersten TV-Serie, die in den 1960ern im Fernsehen anlief.

Das schlicht "Star Trek" betitelte Werk ist der elfte Kinofilm, dessen Figuren auf Ideen des 1991 gestorbenen amerikanischen Drehbuchautors Gene Roddenberry zurückgehen. Es geht um das Zusammenkommen der Enterprise-Crew und um die Entwicklung eines jungen Mannes namens James Tiberius zu Captain Kirk. Auch erfährt man, was es mit der Erfindung des legendären "Beamers" auf sich hat, mit dem der Maschinist Scotty seine Crew von einem Ort zum anderen befördern kann.

US-Regisseur Jeffrey Jacob Abrams ("Mission: Impossible 3"), der stets betont, vor den Dreharbeiten gar kein Star-Trek-Fan gewesen zu sein, setzt auf ein verjüngtes Enterprise-Team. Zwar sind die Namen der Ur-Besatzung sehr vertraut: Kirk, Spock, Scotty, Pille und Uhura. Abrams schickt jedoch mit Chris Pine (Kirk), Zachary Quinto (Spock), Simon Pegg (Scotty) und Zoë Saldana (Uhura) eine Riege junger, kaum bekannter Schauspieler ins Rennen.

Es überrascht, wie gut die Darsteller in die Kult-Rollen schlüpfen: Chris Pine gibt überzeugend James Tiberius Kirk, den jungen Captain der Enterprise. In einer atemberaubenden Szene sehen wir Kirk als Jungen, wie er in einem roten Cabrio auf einen Abgrund zurast. Nicht nur diese Szene erinnert an James Dean. Der attraktive Pine (28) erscheint wie eine Mischung aus Dean und Brad Pitt und tritt mühelos in die Fußstapfen des ursprünglichen Kirk-Darstellers William Shatner.

Schön unheimlich wirken die Romulaner, dessen Anführer Nero von Eric Bana ("Hulk") mit aufwendigen Gesichts-Tätowierungen verkörpert wird. Gnadenlos attackieren die Romulaner Spocks Heimatplaneten Vulkan. Ohnehin kann der Film visuell überzeugen: Von der Farbdramaturgie bis hin zu beeindrucken Spezial-Effekten hält er all das parat, was man von Hollywood erwartet.

Zudem gibt es einige Überraschungen: So spielt Winona Ryder die menschliche Mutter des Vulkaniers Spock. Die Hollywood-Schönheit aber ist in dieser Rolle kaum zu erkennen, so sehr wurde ihr Gesicht vom Maskenbildner verändert. Absolutes Highlight aber ist der Gastauftritt von Leonard Nimoy, dem 78-jährigen Original-Darsteller von Spock. Viele Star Trek-Fans dürfte das Zusammentreffen des jungen Spock mit dem Ur-Spock zu Tränen rühren.

Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Vor allem die Beziehung zwischen Spock, dem rationalen Vulkanier, und Kirk, dem Heißsporn, ist für einige Lacher gut. "Star Trek" wird nicht nur echten "Trekkies", wie die Fans genannt werden, gefallen. Selbst wer nicht im Universum des Gene Roddenberry zuhause ist, darf sich auf ein flottes Science-fiction-Abenteuer mit tollen Darstellern freuen.

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