Spuren

Abenteuer/Drama, AUS 2013
Robyn wandert durch die Wüsten Australiens

Robyn wandert durch die Wüsten Australiens

Robyn Davidson marschierte in den 70er Jahren über 3.200 Kilometer mit vier Kamelen und einem Hund durch die australische Wüste. Regisseur John Curran hat die ungewöhnliche Reise der Australierin vor atemberaubender Kulisse als intime, stimmige Selbstfindungserfahrung verfilmt - mit der großartigen Mia Wasikowska als ebenso verletzliche wie entschlossene junge Frau.

In der Gesellschaft noch nicht so recht ihren Platz gefunden und von dem Lebensmodellen ihrer Altersgenossen irritiert hat Robyn (Wasikowska) einen Traum: Aus dem Herzen Australiens will sie nur von Kamelen und ihrem Hund begleitet durch die Wüste bis zum Indischen Ozean marschieren. Zwei Jahre braucht sie, um das Geld für die Tiere zusammenzubekommen und sich auf Kamelfarmen das nötige Wissen anzueignen. Alle erklären sie für verrückt. Doch Robyn, diese ruhige junge Frau, lässt sich nicht beirren und von all den Rückschlägen entmutigen.

Am Anfang ihres Trips folgen ihr Freunde, die das Ganze als lustige Hippie-Idee betrachten, ihre Joints und ihre Kassettenrekorder mitbringen und damit Robyn verstören und verärgern. Unter ihnen ist auch der Fotograf Rick Smolan (Adam Driver), der sie überredet, während des Trips ihre Erlebnisse aufzuschreiben und sie ab und zu treffen zu dürfen - um sie für das Magazin "National Geographic" zu fotografieren.

Es sind aus heutiger Sicht unglaubliche Strapazen und ein absolut irrwitziges wie gefährliches Unterfangen. Doch die faszinierende Hauptfigur und ihre großartige Darstellerin lassen den Trip nach wahren Begebenheiten ganz natürlich, selbstverständlich wirken. Auf die Frage, warum sie das macht, erwidert Robyn einmal: "Warum nicht?". Und tatsächlich kommt man ihrer Intention nicht wirklich auf die Spur. Vielleicht will sie einfach die Freiheit spüren, die Einsamkeit erleben.

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