Spieltrieb

Drama, D 2013
Eine verhängnisvolle Affäre

Eine verhängnisvolle Affäre

Eine 15-Jährige wird von einem Mitschüler dazu gebracht, einen ihrer Lehrer sexuell zu verführen. Das führt in der Romanverfilmung "Spieltrieb" alle Beteiligten in eine existenzielle Katastrophe.

Juli Zehs Roman "Spieltrieb" gehört zu den meistdiskutierten Büchern der jüngeren deutschen Literatur. Wie das Buch bei seinem Erscheinen vor neun Jahren, dürfte jetzt auch die Verfilmung von Regisseur Gregor Schnitzler ein heftiges Pro und Contra auslösen. Nicht nur die Geschichte bietet dazu reichlich Anlass, sondern ebenso die Entscheidung des Regisseurs Gregor Schnitzler, ganz und gar nicht gefällig zu erzählen.

Die Filmstory hält sich nur im Kern an die Vorlage: Teenager Alev (Jannik Schürmann) kommt neu an die Schule einer Kleinstadt. Der charismatische junge Mann mit dämonischer Ausstrahlung bringt die 15-jährige Ada (Michelle Barthel) dazu, den Deutsch- und Sportlehrer Smutek (Maximilian Brückner) sexuell zu verführen. Das Mädchen entwickelt erstaunlicherweise Gefühle für jeden der Männer, schafft sie es jedoch lange nicht, sich für einen von beiden zu entscheiden. Eine Katastrophe ist unvermeidbar.

Wo der Roman mit reichen philosophischen Exkursen eine Diskussion über Fragen der Moral anstößt, konzentriert sich der Film auf die Vorführung unmoralischen Verhaltens. Ausführlich wird gezeigt, wie Alev den Geschlechtsverkehr von Ada und Smutek filmt und im Internet zeigt. Zudem wird das komplizierte Verhältnis des Mädchens zu ihrer Mutter (Ulrike Folkerts) stark in den Vordergrund gerückt. So wird der Film zur Studie einer Pubertierenden in einer von ihr nicht kontrollierbaren Lebenslage.

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