Speed Racer

Action/Family, USA 2008
Emile Hirsch rast mit 600 km/h zum Sieg

Emile Hirsch rast mit 600 km/h zum Sieg

Wem als Beifahrer unwohl ist, der sollte "Speed Racer" meiden. In dem Blockbuster zeigen die "Matrix"-Regisseure Larry und Andy Wachowski mit neuester Digitaltechnik rasante Autorennen durch ägyptische Paläste, Wüsten und futuristische Städte. Die Handlung mit einem jungen Rennfahrer, der für den Erhalt seines Familienunternehmens Tempo 600 riskiert, ist allerdings sehr kindgerecht aufbereitet.

Susan Sarandon und John Goodman als Eltern Pops und Mom Racer stehen ihrem Sohn Speed (Emile Hirsch, "Into the Wild") beim Kampf gegen korrupte Firmenchefs zur Seite und sind dabei schauspielerisch ziemlich unterfordert. Die Mama darf zum geeigneten Zeitpunkt zum Sohnemann "Ich liebe dich so sehr" sagen, und der Papa verkündet seinen Stolz lautstark auf der Stadiontribüne. Für jüngere Zuschauer kommt der kleine Bruder Spritle zum Einsatz, gespielt von dem bei den Dreharbeiten elfjährigen Paulie Litt. Hand in Hand mit einem Schimpansen geht er zwischen den Rennen in "Kevin allein zu Haus"-Manier nicht nur seiner Familie mächtig auf die Nerven.

"Speed Racer" orientiert sich an einem japanischen Mangacomic als Originalvorlage. Der Film ist optisch reizvoll, doch manchmal erscheinen die Rennszenen künstlich wie ein Computerspiel. Erfolgsproduzent Joel Silver ("V wie Vendetta") hat sich bei der Besetzung als globaler Stratege erwiesen - die Kontinente Amerika, Europa und Asien kommen zum Zug. So stellen US-Schauspieler die Familie Racer dar. Der Brite Roger Allam sorgt als herrlich überzogener Oberfiesling für das einzige schauspielerische Highlight. Und deutsche Akteure laufen im halben Dutzend durch das Bild.

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