Small Town Killers

Komödie/Krimi, DK 2017

Zwei Ehemänner heuern einen Killer für ihre Frauen an

Rabenschwarze Komödien haben im dänischen Kino eine lange Tradition. Ob "Dänische Delikatessen", "The Good Cop" oder - als wohl größter Erfolg in dieser Reihe - "Adams Äpfel", stets gibt es groteske Situationen mit bissigem Humor jenseits politischer Korrektheit. Die Krimikomödie "Small Town Killers" setzt diese Tradition nun fort.

Zwei Ehemänner wollen sich von ihren Frauen scheiden lassen, was aus finanziellen Gründen aber nicht möglich ist. Im Vollsuff heuern sie im Internet einen Killer an - was gründlich schiefgeht, und so nimmt das Chaos seinen Lauf.

Alte Leinwand-Bekannte aus "Adams Äpfel" spielen in dem neuen Film die Hauptrolle: Ulrich Thomsen und Nicolas Bro sind Handwerker um die 50, die ihre Kunden abzocken und sich dabei ihre Taschen füllen. Den ganzen Tag haben sie nur eins im Kopf: Sex mit ihren Frauen. Die allerdings sind sichtlich genervt von den nymphomanen Männern und blocken ab. "Ingrid will absolut keinen Sex - nicht mal wenn ich verspreche, dass es nur 15 Sekunden dauert", sagt einer der Handwerker frustriert. "Frauen wollen einfach nicht verstehen, dass Sex für uns wie Atmen ist."

In Ekstase geraten die beiden Frauen nur noch bei einem Salsa-Kurs, wo ein Muskelshirt-Tanzlehrer schwülstige Komplimente macht. "Ihr seid auf dieser frostigen Erde zu göttlichen Tulpen erblüht", sagt er zu den Teilnehmerinnen. "So wunderschön schmachtet ihr nach dem süßen Schmerz des Salsa und seinen Reizen." Der Kurs findet in einer protestantischen Kirche im schlichten Weiß statt, der Salsa-Lehrer wird geradezu als klerikale Instanz dargestellt - es ist nicht das einzige absurde Setting in dieser Komödie.

So schwungvoll der Film startet, so rasch nutzt sich der Witz allerdings ab, ein Klischee reiht sich an das andere: Der trottelige Dorfsheriff, der sich in einem Provinzkaff im Kampf gegen Terroristen wähnt. Der schwule Tanzlehrer, der die Schönheit der Seele erkennt. Der russische Killer, der Wodka säuft wie Wasser. Und die jammernden Männer in einer "Midlife Crisis", die vom Partyleben in Thailand träumen und dabei die Möglichkeit zum Glück daheim vergessen.

All diese Figuren taugen für skurrile Dialoge, aber für einen packenden 90-Minuten-Plot ist das doch etwas zu wenig. Die Protagonisten stolpern ihrem makabren, aber nicht wirklich überraschenden Ende entgegen. Sie fallen, sie stehen wieder auf. Und am Ende dürfen sie alle zusammen Salsa tanzen.

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