Sie nannten ihn Spencer

Dokumentation, A/D 2017

Marcus und Jorgo auf der Suche nach Bud Spencer

Doku eines Wieners über die Suche nach Bud Spencer vor dessen Tod 2016.

Man hat das Gefühl, sie laufen an jedem Wochenende, die Filme mit Bud Spencer und Terence Hill, wo sie die Bösen verdreschen und immer einen witzigen Spruch auf den Lippen haben. Selbst 47 Jahre nach ihrem ersten gemeinsamen Hit ‚Die linke und die rechte Hand des Teufels‘ ist ihre Popularität ungebrochen – niemand weiß das besser als Karl-Martin Pold. Der 35-jährige Wiener stellte 2009 für seine Diplomarbeit einen Trailer über eine fiktive Bud-Spencer-Biografie ins Netz, die Resonanz war unfassbar: Fans des schlagkräftigen Italieners meldeten sich aus Südafrika und Japan!

Also begann Pold tatsächlich mit der Arbeit an einer Doku über Carlo Pedersoli, wie Spencer in Wahrheit hieß. Acht Jahre später ist das Ergebnis fertig: In ‚Sie nannten ihn Spencer‘ geht es aber nicht nur um den im Vorjahr verstorbenen Prügel-Star, sondern auch um die Begeisterung seiner Anhängerschaft. Deswegen hat Pold zwei Hardcore-Fans in den Mittelpunkt gestellt: Der 32-jährige Marcus und der 40-jährige Jorgo, von Geburt an blind, machen sich auf den Weg, ihr Idol zu treffen und reisen dafür tausende Kilometer durch Europa. Denn: Sie haben keine Ahnung, wo Spencer wohnt. Und so treffen sie zunächst alte Wegbegleiter des Stars, wie etwa Riccardo Pizzuti, der in jedem seiner Filme die meisten Prügel bekommt (der Grauhaarige mit dem Bart!), oder auch Terence Hill.

Die Doku ist mit Liebe gemacht, nebenbei erfährt man viel Interessantes über Spencer, Fans wird das Herz aufgehen. Und bei der finalen Begegnung mit ihm wird es tatsächlich auch rührend. Unser Video-Interview mit Karl-Martin Pold können Sie übrigens hier sehen.

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